Der Dokumentarfilm "Elternschule" über Therapieansätze in einer Gelsenkirchener Kinder- und Jugendklinik schlug hohe Wellen, dabei sahen ihn nur rund 30.000 Menschen im Kino. Nun zeigt ihn die ARD erstmals im TV.

Wenn es um Erziehungsfragen, junge Kinder und ihre latent überforderten Eltern geht, wird die öffentliche Diskussion in Deutschland schnell sehr lebhaft. Fachleute treffen auf Besserwisser – und schnell ist ein wüster Streit entbrannt. Ausgerechnet der neue "Dokumentarfilm im Ersten: Elternschule", der vor seiner TV-Premiere in der ARD im vergangenen Herbst kurz im Kino zu sehen war, löste eine solche Entrüstungswelle aus.

Allerdings nicht unbedingt, weil sich breite Teile der Bevölkerung das Werk von Jörg Adolph und Ralf Bücheler auch tatsächlich auf der großen Leinwand angesehen hatten. Im Kino wurden letztlich nur rund 30.000 Besucher gezählt. Auslöser für heftige Debatten und einen Social-Media-Shitstorm war allein schon der Kino-Trailer, der viele Kritiker auf die Palme trieb.

Jetzt kann man sich endlich selbst ein Bild machen: Die Filmemacher berichten von der Arbeit des Psychologen Dietmar Langer, der seit rund 30 Jahren die Zusammenhänge zwischen Stress, Erziehung und chronischer Krankheit erforscht. In der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen und dort in der Abteilung "Pädiatrische Psychosomatik" behandelt er verhaltensauffällige junge Patienten, betreut aber auch ihre Eltern in sogenannten "Elternseminaren". Sein Ansatz einer radikalen, ganzheitlichen Behandlung verlangt nicht nur den Kindern, sondern auch ihren erwachsenen Bezugspersonen viel Energie ab.

Hinweis: Wegen der Übertragung des Halbfinals bei der Frauenfußball-WM sind Verschiebungen möglich.


Quelle: teleschau – der Mediendienst