Von Regisseur Hans-Christian Schmid

Reemtsma-Entführung wird fürs Kino verfilmt

Die Entführung des Millionärs Jan Philipp Reemtsma hielt 1996 die deutsche Öffentlichkeit in Atem. Regisseur Hans-Christian Schmid adaptiert den Kriminalfall nun als Kinofilm mit einer ungewöhnlichen Perspektive.

Jan Philipp Reemtsma und seine Familie werden den 25. März 1996 und das anschließende Martyrium wohl nie vergessen. Der Millionär wurde damals unweit seines Hauses von Entführern verschleppt und in einem Kellerverlies eingesperrt. Erst nach 33 Tagen voller quälender Ungewissheit und einer Lösegeldzahlung von 30 Millionen D-Mark wurde Reemtsma wieder freigelassen. Der Regisseur Hans-Christian Schmid ("Was bleibt") bringt dieses Kapitel deutscher Kriminalgeschichte nun zur Filmreife: Am Montag starteten in Hamburg die Dreharbeiten zu "Wir sind dann wohl die Angehörigen".

Wie der Titel schon vermuten lässt, ist das Drama nicht wie ein klassischer Krimi aufgebaut. Stattdessen steht in der Adaption von Johann Scheerers gleichnamigen Roman die Gefühlswelt der Familie, insbesondere von Reemtsmas Sohn Johann, im Mittelpunkt. Der Film ist aus der Perspektive des damals 13-Jährigen erzählt und fokussiert auf die Umwandlung des Zuhauses der Familie in eine Polizei-Einsatzzentrale – samt aller psychischer Auswirkungen.

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Die Dreharbeiten von "Wir sind dann wohl die Angehörigen" sind bis Ende Mai geplant. Im Kino soll der Film dann im kommenden Jahr starten. In den Hauptrollen sind Claude Heinrich als Johann und Adina Vetter als Reemtsmas Ehefrau Ann Kathrin Scheerer zu sehen. Weitere Rollen übernehmen Hans Löw, Justus von Dohnányi und Fabian Hinrichs.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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