Die einen halten Ernst Jünger für einen "großen Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts", die anderen hingegen für eine "unheilvolle Gestalt der deutschen Geistesgeschichte". Nicht zuletzt, weil der im Kaiserreich Aufgewachsene in frühen Jahren die Demokratie der Weimarer Republik attackierte, halten heute grassierende Identitäre Bewegungen den einst glühenden Nationalisten hoch. Er sei ein Zeitzeuge der reflektiertesten Art, setzen die Bewunderer des 1998 im Alter von 102 Jahren gestorbenen Schriftstellers dagegen – alles andere als ein Kriegsverherrlicher, Kriegstreiber und Antidemokrat.

Wer war Ernst Jünger wirklich? Falko Korth (RBB, ARTE-Erstsendung) zeichnet mit umfangreichen Bild- und Tondokumenten das packende Porträt einer "schwierigen Jahrhundertgestalt". In "In den Gräben der Geschichte – Ernst Jünger" kommen nicht nur belesene Jünger-Biografen, sondern auch Literaturkritiker und Maler wie Iris Radisch und Neo Rauch zu Wort.


Quelle: teleschau – der Mediendienst