"Es war alles ein abgekartetes Spiel!" Der 2018 wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte frühere Hollywood-Star Bill Cosby (82) beteuert weiter seine Unschuld. Im ersten Interview, das er seit seiner Verurteilung gab, bezeichnete er die Prozesse und den Schuldspruch gegen sich als Verschwörung, die von der Staatsanwaltschaft fingiert worden seien mit dem Ziel, ihn hinter Gittern zu bringen.

Cosby, auch in Deutschland vor allem durch "Die Bill Cosby Show" bekannt geworden, gab sein erstes Interview per Telefon direkt aus der Phoenix State Correctional Institution, einem Hochsicherheitsgefängnis in Schwenksville (US-Bundesstatt Pennsylvania), in dem er seit Ende 2018 einsitzt, um seine Haftstrafe zu verbüßen. Im September 2018 wurde er zu "drei bis zehn Jahren" verurteilt, weil er die ehemalige Basketballspielerin Andrea Constand betäubt und missbraucht habe.

Missbrauchsvorwürfe gegen den Entertainer gab es bereits seit 2000. Im Laufe der Jahre beschuldigten Cosby rund 80 Frauen, sie sexuell genötigt oder missbraucht zu haben.

Schlechtes Gewissen? Fehlanzeige. "Ich habe noch acht Jahre und neun Monate übrig", sagte Cosby der "National Newspaper Publishers Association's" im Interview. "Wenn es um die Bewährung geht, werden sie mich nicht von Reue reden hören. Ich war da damals. Sie nicht." Er schere sich nicht um die Meinung von Leuten, die keine Ahnung hätten, wovon sie redeten. Cosby sieht sich nach wie vor als Opfer: "Das ganze Jury-Ding war ein abgekartetes Spiel!"


Quelle: teleschau – der Mediendienst