Mit nur 15 Jahren hat der junge Brite Tarquin Ramsey, angeregt durch seinen Vater, mit einem spannenden Projekt begonnen. Er wollte einen Film über die Bedeutung von Redefreiheit drehen. Aus der Idee entstand ein beeindruckendes Dokumentarfilmdebüt.

Mehr als fünf Jahre lang traf sich der aufgeweckte und vielfach interessierte Teenager mit Whistleblowern, Hackern, ja, sogar Hollywoodstars. Ramseys Fragen unter anderem an den Netzwerkaktivisten Julian Assange oder Schauspieler Jude Law drehten sich immer wieder nur um den einen Themenkomplex der Redefreiheit. Er wollte wissen, was sie wirklich ist und welche Rolle sie in einer wohl nur scheinbar offenen Gesellschaft spielt.

Start der Themenwoche "Demokratie-Dämmerung"

Vor Ramseys Kamera vergleicht beispielsweise Law die Situation in Großbritannien und Weißrussland. Das ist kein Zufall. Der zweifach Oscar-nominierte Schauspieler (unter anderem "Unterwegs nach Cold Mountain") unterstützt auch Aktivisten in der mit harter Hand regierten ehemaligen Sowjet-Republik. Diese scheint sehr weit entfernt von einem angeblich "freien" Westen. Ein Trugschluss! Dem jungen Ramsey und nach 80 beeindruckenden Doku-Minuten wird deutlich, dass die Meinungsfreiheit auch in den westlichen Ländern in Gefahr ist.

Mit dem Dokumentarfilm "Free Speech – Fear Free" beginnt in 3sat die Themenwoche "Demokratie-Dämmerung". Von Montag, 21. August, bis Samstag, 26. August, fragt 3sat nach: Was ist los mit unserer Demokratie?

Fake News und Hate Speech

In einer von mitunter Fake News oder Hate Speech aufgehetzten Zeit beleuchtet der Sender mit zahlreichen Dokumentationen, darunter "Update für die Demokratie" von Lars Seefeld (Dienstag, 22. August, 21.45 Uhr), und Spielfilmen wie "Die vierte Gewalt" (ebenfalls 22. August, 20.15 Uhr) über Vertuschung innerhalb eines Presseorgans, wie sich der Stand um die Meinungsfreiheit zuletzt geändert haben könnte.


Quelle: teleschau – der Mediendienst