Wie dreht man einen Film, den die ganze Welt schon zu kennen meint? Einfach die Geschichte hinter der Geschichte erzählen – so wird es sich Oliver Hirschbiegel gedacht haben, als er den Auftrag zu "Diana" (2014) annahm, den das ZDF nun anlässlich ihres 20. Todestages (31. August) als Free-TV-Premiere zeigt. Erfahrung mit schwierigen Biopics konnte der Deutsche dank "Der Untergang" bereits vorweisen.

Der Film beginnt, als alles schon vorbei ist: Diana (Naomi Watts) hat sich gerade von ihrem Mann Prinz Charles getrennt und wartet in Kensington Palace auf die Scheidung. Da lernt sie den smarten und selbstbewussten Herzchirurgen Hasnat Khan (Naveen Andrews) kennen. Diana ist fasziniert von dessen Unabhängigkeit und Fähigkeit, Menschen Leben zu schenken – und verliebt sich in ihn. Doch die Beziehung wird auf immer neue Bewährungsproben gestellt, bis sie zerbricht. Diana verlässt ihre wohl einzig wahre Liebe, lernt einen neuen Mann kennen und kommt 1997 tragisch bei einem Autounfall ums Leben.

Diana Spencer war eine Legende. Der Film versucht mit klaren wie sachten Bildern, den Menschen hinter der Inszenierung sichtbar zu machen. Und wann zeigen sich Menschen besser, als in jenen Momenten, in denen sie Gefühle offenbaren?

So ist "Diana" zuallererst eine Liebesgeschichte, ein Drama. Mit allen Facetten einer Boy-meets-girl-Story – nur unter den besonderen Bedingungen eines globalen Blitzlichtgewitters und besorgten Empires. Nicht zuletzt deshalb hat die Liebe der Diana Spencer zum Herzchirurgen Hasnat das Zeug zum Rührstück. Waren einst zwei Königskinder ...


Quelle: teleschau – der Mediendienst