Der "Alleswisser" fasziniert seit Menschengedenken. Auch wenn jene Zeiten, als man Generalgelehrten wie Goethe nachsagte, dass sie das gesamte Weltwissen in ihrem Kopf repräsentieren, lange vorbei sind: Möglichst viel zu wissen, ist immer noch sexy, wenn man den weltweiten Erfolg zahlreicher Quizshows als Maßstab nimmt. Nun soll zumindest in Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder mal zeitgleich am Samstagabend geraten werden. Ein Gedanke, der Erinnerungen an Hans Joachim Kulenkampff und "Einer wird gewinnen" weckt. "Ich weiß alles!" heißt ein neues ARD-Format, dem Jörg Pilawa vorsteht und das den Fernseh-Samstagabend der drei Länder bereichern soll.

Dabei scheint der Weg künftiger Kandidaten zu ausgelobten 100.000 Euro ziemlich hart. Drei Runden sieht das Spielkonzept vor: Zunächst gilt es, einen ausgewiesenen Experten auf dessen Fachgebiet zu schlagen. Danach soll man 1.000 Gegner live im Studio ausschalten, um zum Finale drei prominente Quiz-Profis in die Schranken zu weisen. Im Sinne der Dreiländer-Prominenz stellen sich: Günther Jauch, Armin Assinger, der die Austria-Variante von "Wer wird Millionär?" moderiert, und die Schweizer Quizkönigin Susanne Kunz, Vorsteherin der eidgenössischen Quizlegende "1 gegen 100".

"Ich wünsche mir", sagt der 52-jährige Jörg Pilawa, "dass "Ich weiß alles!" die Tradition der guten alten Familienshow wieder aufnimmt, in einem modernen Gewand natürlich, aber mit echtem Wissen, mit viel Spaß, und mit Kandidatinnen und Kandidaten, die uns verblüffen." Drei Ausgaben des neuen Formats will der produzierende NDR in der zweiten Jahreshälfte 2018 liefern.


Quelle: teleschau – der Mediendienst