Nach dem Abgang von Danny Boyle suchen die Macher von "James Bond" händeringend nach einem neuen Regisseur – oder wird es vielleicht sogar eine Regisseurin?

Während sich Daniel Craig erst einmal einem anderen Projekt widmet – der modernen Detektivgeschichte "Knives Out" -, läuft die Suche nach einem neuen Bond-Regisseur auf Hochtouren. Auf drei Kandidaten sollen die Produzenten des 25. Bondfilms die Auswahl inzwischen reduziert haben, schreibt "Variety": Bart Layton, S.J. Clarkson und Yann Demange.

Im Gegensatz zum ursprünglich verpflichteten Oscargewinner Danny Boyle, der vor wenigen Wochen aufgrund "kreativer Differenzen" überraschend hinwarf, müssen sich seine drei möglichen Nachfolger noch beim Publikum einen Namen machen. Bart Layton gab 2012 mit dem Dokumentarfilm "The Imposter" seinen Einstand in der Filmwelt und stellte im Januar auf dem Sundance Festival sein Spielfilmdebüt "American Animals" vor, das von den Kritikern positiv aufgenommen wurde. Yann Demanges zweiter Langfilm nach dem Nordirland-Drama "'71" feiert dieser Tage auf dem Toronto International Film Festival Premiere, in die deutschen Kinos wird "White Boy Rick" am 14. Februar 2019 kommen.

Am längsten im Geschäft ist S.J. Clarkson, die seit 1999 bei vielen TV-Serien-Episoden Regie führte, etwa bei "Dexter", "Jessica Jones", "The Defenders" und dem BBC-Vierteiler "Collateral" mit Carey Mulligan. Jüngst wurde sie als Regisseurin des nächsten "Star Trek"-Films benannt. Sollte sie sich durchsetzen, wäre die Britin die erste Frau, die einen Bond-Film drehen darf.

Die 25. Mission von Agent James Bond sollte ursprünglich Ende Oktober 2019 in den britischen Kinos starten. Zwar wurde der Termin bislang noch nicht offiziell verschoben, dürfte in der Praxis aber nicht mehr einzuhalten sein.


Quelle: teleschau – der Mediendienst