Keine Experimente, weder in der Küche noch am Filmset: Til Schweiger blieb dem Erfolgsrezept von "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" in der Komödie "Kokowääh" treu. SAT.1 zeigt die Geschichte einer Patchworkfamilie erneut.

Drehbuchautor Henry Lehnbach (Til Schweiger) kann nicht kochen. Sagt er. Eine seiner Exfreundinnen sieht das anders. Ihr mundete sein Coq au Vin stets ausgezeichnet. Also kocht Henry weiter Hühnchen in Weinsauce – seiner Tochter soll schließlich schmecken, was auf den Tisch kommt. Til Schweiger, der nicht nur das Drehbuch zu "Kokowääh" schrieb, sondern auch Regie führte, den Film produzierte und die Hauptrolle spielte, feierte mit der Komödie einen der größten Erfolge seiner Karriere. "Kokowääh" sorgte 2011 für volle Kinosäle: Rund 4,3 Millionen Zuschauer wollten die pastellgetönte Familienzusammenführung sehen. Das machte den Streifen zum erfolgreichsten deutschen Film des Jahres. SAT.1 zeigt die Komödie nun erneut.

Schweiger spielt in "Kokowääh" einmal mehr einen Alleinstehenden, der sich mit zahlreichen Affären von seiner Einsamkeit abzulenken weiß. Natürlich hat er eine harte Schale und erst recht einen weichen Kern. Den an die Oberfläche zu kehren, gelingt seiner Tochter Magdalena (Emma Tiger Schweiger), von deren Existenz er acht Jahre lang nichts wusste. Das Mädchen ist die Folge eines längst vergessenen One-Night-Stands. Mutter Charlotte (Meret Becker) ist geschäftlich in einen Gerichtsprozess in Amerika verwickelt, und nun soll der Erzeuger die Verantwortung übernehmen.

Leicht macht Magdalena es Henry nicht, sich mit seiner neuen Rolle anzufreunden: Sie fackelt nicht nur seine Küche ab, sondern hat auch eine ausgesprochen freche Schnauze. Am kitschigen Ende will Henry seine Kleine trotzdem nicht mehr gehen lassen – was Papa Nummer zwei gar nicht gefällt: Tristan (Samuel Finzi) lebte bislang im Glauben, Magdalenas Vater zu sein.

Til Schweiger serviert mit "Kokowääh" federleichte Kost. Er erzählt in gewohnter Manier eine oberflächliche, aber eben auch rührende Geschichte, verpackt sie in hübsche Bilder und unterlegt sie mit flotten Popsongs.

Bereits für "Keinohrhasen" (2007) und "Zweiohrküken" (2009) holte Til Schweiger seine jüngste Tochter Emma Tiger vor die Kamera. In "Kokowääh" spielte sie ihre erste Hauptrolle – mit viel Charme und einem großen Repertoire in der Mimik empfahl sich die damals Achtjährige für weitere Einsätze in Papas Produktionen. So war sie auch in "Honig im Kopf" (2014) und "Connie & Co" (2016) neben Til Schweiger wieder mit von der Partie.

In dem jüngsten Film von und mit Til Schweiger war seine drittälteste Tochter zu sehen. In "Klassentreffen 1.0", der vergangenen Herbst in den deutschen Kinos lief, spielte Lilli Camille Schweiger eine Rolle neben ihrem Vater, Milan Peschel und Samuel Finzi. Der zweite Teil soll im Oktober erscheinen, der dritte ist für September 2020 geplant.

Ab 8. August läuft der Episodenfilm "Berlin, I Love You" der Reihe "Cities of Love" im Kino, er besteht wie die Vorgänger "Paris je t'aime" (2006) und "New York, I Love You" (2008) aus mehreren Kurzfilmen. Hauptthema ist die Liebe. Til Schweiger übernahm neben Künstlern wie Ai Weiwei, Massy Tadjedin, Dennis Gansel, Dani Levy oder Dianna Agron die Regie. Als Schauspieler sind Helen Mirren, Keira Knightley, Renée Zellweger, Patrick Dempsey, Orlando Bloom, Jim Sturgess und Mickey Rourke zu sehen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst