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"Meine Mutter im siebten Himmel": ein Fest für Margarita Broich

von Hans Czerny

Fünfter Teil der Film-Reihe um das Eifel-Gasthaus "Kupferkanne": Mutter Heidi verliebt sich in einen jüngeren Mann, ihre Tochter Toni hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.

ARD
Meine Mutter im siebten Himmel
Komödie • 05.03.2021 • 20:15 Uhr

Darf sich eine Mittfünfzigerin in einen 20 Jahre jüngeren Mann verlieben? – Heidi Klum oder Simone Thomalla hätten für diese Frage sicher nur ein müdes Lächeln übrig. Für die Mutter der Eifelwirtin Toni wird das es aber ein Problem, als ihr der um vieles jüngere Gärtner Ron (Martin Bretschneider) ernsthafte Avancen macht. Sie fühlt sich "im siebten Himmel", wie der Filmtitel verrät. Spätestens mit dem eingespielten Aretha-Franklin-Titel "You make me feel like a woman" wird das auch dem Letzten klar. Wären da bloß nicht immer diese Vorurteile: Was mag die Tochter denken, wäre dieser Ron nicht eher was für sie? Zudem platzt die nähere Umgebung schier vor Tratsch und Eifersucht. Der Brite John Delbridge führte Regie bei diesem fünften Teil der Romcom-Reihe rund ums Eifel-Gasthaus "Kupferkanne", der auf der Grundlage eines Drehbuchs von Christian Pfannenschmidt entstand.

Für Margarita Broich ist diese Frauenrolle ein schieres Fest. Eine Achterbahn der Gefühle mit allen Höhen und Tiefen durchlebt sie – kussfest und tränenreich. "Ron, ich könnte deine Mutter sein!" haucht Margarita Broich als Heidi Janssen, und Ron entgegnet: "Bist du aber nicht!" Noch Fragen gefällig?

Hartnäckige Fans der Romantic Comedy aus der diesmal üppig gezeigten Eifel mögen sich noch an die Hochzeit der Tochter Toni (Diana Amft) mit dem Sternekoch Rufus (Stephan Luca) erinnern. Ein Jahr und eine Folge später ist er schon wieder weg, und die Kupferkannen-Wirtin Toni steht im Regen. Draußen hängt ein Schild ("Geschlossen!"), sie selbst liegt mit einem Laptop im Bett. Allerdings hat sie die Rechnung ohne ihre stets unverzagte Mutter gemacht. "Hol dir einen neuen Koch", sagt die, "fang ein neues Leben an!"

Leichter gesagt als getan: Die Wirtschaft steht vor der Pleite, immer neue Horrormeldungen überbringt der Briefträger Hanno Haase (Stephan Bieker), seien sie nun vom Scheidungsanwalt oder vom Finanzamt in Euskirchen. Während das Essen auf dem Herd in der Küche zu brennen beginnt und die Oberleitungen platzen, sodass man nach dem Restaurantkritiker Rach von RTL rufen möchte, kommt Mutter Heidi nach allerlei Reflexionen über sich und das Leben zu einem merkwürdigen Entschluss.

Liebhaber der Eifelkomödie (Idee: Christian Pfannenschmidt), die an der Grenze zur Ironie zwischen Klamotte und Gefühlskino schwankt, freuen sich bereits auf den nächsten Film am Freitag, 12. März. Dann kehrt in Gestalt von Uwe Ochsenknecht Tonis bis dato unbekannter Vater nach nicht weniger als 33 Jahren Straßenleben zur Wirtin der "Kupferkanne" zurück. Sicher wieder das wieder ein ziemliches Gefühlsbad für Margarita Broich werden und ihre Filmtochter Diana Amft.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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