Der Missbrauchsskandal von Lügde erschüttert Deutschland. Warum konnte Andreas V. so lange unentdeckt agieren? Eine TVNOW-Doku begibt auch auf Spurensuche.

Am 27. Juni beginnt vor dem Landgericht Detmold ein Prozess in einem der größten Missbrauchsskandale des Landes: Andreas V. soll jahrelang auf einem Campingplatz in Lügde Kinder missbraucht haben. Nun stehen er und zwei weitere Komplizen vor Gericht.

Erst am Mittwochabend lief unter dem Titel "Die Story im Ersten: Lügde: Die Kinder, die keiner schützte" in der ARD ein brandaktueller Beitrag, der die unfassbaren Geschehnisse und Vorwürfe zum "Fall Lügde" aufarbeitete. Nun wird auf TVNOW nachgelegt: RTL macht sich in einer auf dem Streamingportal ausgestrahlten Dokumentation auf die Suche nach Hintergründen und Details in dem Fall, der bundesweit für Aufsehen sorgt.

Vor allem die Frage, was bei Behörden und Ämtern über die Jahre schiefgelaufen ist, soll beantwortet werden. Warum konnte Andreas V. so lange unentdeckt agieren? Warum gab das Jugendamt sogar ein Pflegekind in seine Obhut, ging aber konkreten Bedenken nicht nach? Und warum gab es nach der Verhaftung bei der Polizei so viele Pannen, wie konnten Beweise einfach so verschwinden?

RTL-Reporter Wolfram Kuhnigk geht in "Missbrauch in Lügde – Die TVNOW-Doku" diesen Fragen auf den Grund. Dabei spricht er mit Opfern und betroffenen Eltern – und erfährt neue erschreckende Details. Auch eine Therapeutin des Opferhilfsvereins Dunkelziffer e.V. kommt zu Wort. Sie beschreibt, wie sich solch ein Missbrauch auf die Betroffenen auswirkt. "Es macht in der Seele mit Sicherheit ganz viel kaputt", so Sera Yildiz im Interview mit Kuhnigk.

Die RTL-Dokumentation "Missbrauch in Lügde" ist ab sofort bei TVNOW verfügbar.


Quelle: teleschau – der Mediendienst