ZDF und ARD schicken hochrangige Vertreter zu einer Gesprächsrunde mit AfD-Politikern. Damit soll ein Zeichen für Demokratie und Transparenz gesendet werden, erklären die Sender.

Die Chefredakteure von ZDF und ARD-aktuell haben ihre Teilnahme an einer Podiumsdiskussion des Dresdner AfD-Kreisverbandes bestätigt. Der Mainzer Sender wird demnach Peter Frey zu der Veranstaltung schicken. Der NDR vermeldete, dass Dr. Kai Gniffke, zuständig für die Nachrichtenformate "Tagesschau" und "Tagesthemen", bei dem Gesprächstermin zugegen sein wird. Unter dem Motto "Medien und Meinung" wird die Veranstaltung am 25. Oktober in Dresden stattfinden.

Dass zwei hochrangige Vertreter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten an der Diskussion teilnehmen, soll ein wichtiges Signal an die Beitragszahler senden. Laut eines Sprechers des NDR sei Gniffke davon überzeugt, dass es wichtig sei, die journalistische Arbeit zu erklären und das Gespräch mit den Bürgern zu suchen.

Für die beiden Medienprofis dürfte der Besuch nicht einfach werden. Vor allem unter Anhängern von AfD und Pegida werden Journalismus-Vertreter oft als "Lügenpresse" diffamiert. In jüngster Vergangenheit wurden Reporter auf Veranstaltungen bei ihrer Arbeit gestört und mithin sowohl verbal als auch körperlich angefeindet.

Interessanterweise ist die Zusage von ARD und ZDF keine direkte Reaktion auf die Situation der vergangenen Tage. Tatsächlich stand die Teilnahme der beiden Chefredakteure bereits vor den Ereignissen in Chemnitz fest.


Quelle: teleschau – der Mediendienst