Das Leben von Elisabeth von Österreich-Ungarn wird neu verfilmt. "Sisi – Kaiserin Elisabeth" dürfte mit den berühmten Romy-Schneider-Filmen allerdings wenig gemeinsam haben.

Als "Sissi" spielte sich Romy Schneider in den 50er-Jahren in die Herzen von Millionen Kinozuschauern. Mehr als 60 Jahre nach dem ersten "Sissi"-Film soll die Lebensgeschichten der österreichischen Kaiserin Elisabeth nun erneut verfilmt werden. Regisseurin Frauke Finsterwalder arbeitet derzeit an dem Kinoprojekt "Sisi – Kaiserin Elisabeth", das sich nicht nur in der Schreibweise von Elisabeths Spitznamen von den legendären Kitsch-Klassikern deutlich unterscheiden dürfte: Angekündigt ist ein "feministischer Film, der das Leben der Herrscherin von Österreich auf radikal neue Weise zeigt".

Erzählt wird der Film aus der Perspektive von Sisis Hofdame Irma. Kaiserin Elisabeth (1837-1898) soll dabei als Frau dargestellt werden, "die sich jahrelang ohne ihren Mann, nur von Frauen umgeben, auf Reisen durch ganz Europa wagt, sechs Sprachen beherrscht, Hochleistungssport treibt und mit ihrem freien Geist ganz und gar nicht in das enge Korsett des Wiener Hofes passt", so der Filmverleih DCM.

Regisseurin Frauke Finsterwalder, die mit ihrem Debütfilm "Finsterworld" bekannt wurde, schreibt das Drehbuch zusammen mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Christian Kracht ("Faserland"). "Filme sollten immer einen neuen Mythos schaffen", erklärt die Regisseurin. "Ich will zeigen, dass Kaiserin Elisabeth eine radikale, intelligente und moderne Frau war, weit mehr, als die Sissi mit Doppel-S, die wir alle kennen. Elisabeth wurde einfach ein Jahrhundert zu früh geboren."

Drehbeginn soll im Herbst 2020 sein; ein Kinostarttermin ist noch nicht bekannt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst