In den pazifischen Gewässern im Marianengraben liegen mit knapp 11.000 Metern unter dem Meeresspiegel die tiefsten Stellen des Planeten. Erst drei Menschen sind zu ihnen vorgedrungen.

Nach dem Schweizer Jacques Piccard und Don Walsh war es auch der "Titanic"-Regisseur James Cameron, der 2012 den tiefsten Punkt der Weltmeere erreichte. Zum Vergleich: Auf den 384.000 Kilometer weit entfernten Mond haben es schon zwölf Menschen geschafft. Von Bord des Forschungsschiffes "Alucia" gingen zuletzt zwei weitere Expeditionen bis ganz hinab in den Marianengraben und in die Tiefsee vor Antarktika. Teams der ZDF-Reihe "Terra X" konnten sie begleiten. Sie liefern nun spektakuläre Bilder frei Haus.

Das Tauchboot "Nadir" operiert in Tiefen von 1000 Metern. Teilweise erreichten die Forscher aber Tiefen von rund 7000 Metern. Die technischen Herausforderungen waren enorm. Unter anderem musste das Kamera-Equipment auf einer mechanischen Tiefsee-Plattform, einem sogenannten Lander, dem gigantischen Wasserdruck von mehr als einer Tonne auf der Fläche eines Daumennagels standhalten. Unter diesen Bedingungen scheint Leben unmöglich.

Umso verwunderlicher ist, welche Wunder nun erstmals gezeigte Bilder festhalten konnten. Zu sehen sind Aufnahmen von unerwarteter Tiefenschärfe – aus bis dato kaum erforschten Meerestiefen. Gezeigt werden Fische, Muscheln, Würmer und am tiefsten Punkt der Erde auch Seegurken. Und sogar ein Weltrekord wurde in der tiefsten Tiefe voller Leben eingefangen: Ein Scheibenbauchfisch aus dem Marianengraben hält mit 8178 Metern den Tauchweltrekord bei den Fischen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst