ARD-Film

"Kafkas Der Bau": paranoide Gefangenschaft statt Sicherheit

von Wilfried Geldner

Der Spielfilm mit Axel Prahl in der Hauptrolle versetzt Kafkas Erzählfragment "Der Bau" von 1924 in eine beängstigende Gegenwart. Die ARD zeigt "Kafkas Der Bau" mitten in der Nacht.

ARD
Kafkas Der Bau
Drama • 24.09.2018 • 00:25 Uhr

Erdfestung, Labyrinth, Refugium ist der unterirdische Bunker in Kafkas fragmentarischer Erzählung "Der Bau" von 1924. Auf äußerste Sicherheit ist der berichtende Dachsmensch bedacht, und weiß doch, dass es diese nicht gibt, dass überall die Feinde lauern, die sein Ende bedeuten.

Der Kurzfilm-Oscarpreisträger und "Tatort"-Regisseur Jochen Alexander Freydank macht in seinem Spielfilm von 2015 aus Kafkas Text eine moderne Metapher. Axel Prahl hat sich als namenloser Protagonist selbstzufrieden in einem blutrot gefärbten Betonsilo verschanzt, er will die absolute Sicherheit und gerät dabei in eine immer größer werdende paranoide Gefangenschaft.

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Das in kühler Ästhetik inszenierte Experiment ist mit Josef HaderDevid Striesow und Robert Stadlober auch in den Nebenrollen hochkarätig besetzt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst
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