Früher war der Weg zu einem Job klar vorgezeichnet. Nach der Bewerbung ging man zum Vorstellungsgespräch, vielleicht schrieb man noch einen kleinen Test, und dann kam es idealerweise zur Anstellung. In der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts übernehmen auch solche Entscheidungen zunehmend Algorithmen.

Aber können diese rechenbasierten Problemlösungsstrategien soziale Komponenten eines Bewerbers einschätzen? Nach welchen Kriterien wählen die Algorithmen eigentlich aus? Und in welchen anderen Lebensbereichen haben sie bereits tief greifenden Einfluss auf unser Alltagsleben gewonnen? Die ZDF-Doku "Unheimliche Macht – wie Algorithmen unser Leben bestimmen" versucht sich an Antworten.

Der Arbeitsmarkt ist längst nur einer von vielen Bereichen des menschlichen Alltages, der von Algorithmen mit strukturiert wird. Ob bei medizinischen Diagnosen, bei der Optimierung von Arbeitsabläufen oder der Entscheidung über die Kreditfähigkeit – überall spielen algorithmische Systeme eine Rolle. Während Visionäre ihre Potenziale anerkennen, kommt auch vermehrt Kritik auf, besonders wenn die Systeme dank Künstlicher Intelligenz selbst dazulernen.

Die Wissenschaftlerin Katharina Zweig etwa lässt in der Doku verlauten: "Ich glaube, es ist eine tief sitzende Sorge, von einer Maschine einsortiert zu werden und sich nicht dagegen wehren zu können." Da kommt fraglos noch einiges auf uns zu. Auch die Autorin Franziska Wielandt schwankt zwischen Faszination und Skepsis, als sie im Film eine der modernen Technologien am eigenen Leib ausprobiert.


Quelle: teleschau – der Mediendienst