DCs neue Ära

Supergirl, Batman und Co.: So geht's im DC-Universum weiter

25.06.2026, 06.30 Uhr
Bekannte Reihen wurden eingestampft, viele neue Projekte sind auf dem Weg: Sehen Sie hier, wie es im DC-Universum in den nächsten Monaten und Jahren weitergeht.

Seit Oktober 2022 halten James Gunn und Peter Safran gemeinsam die Zügel beim DC-Universum in der Hand. Ihr Ziel ist ehrgeizig: ein zusammenhängendes Franchise aufbauen, das es mit dem Marvel Cinematic Universe aufnehmen kann. Im Januar 2023 präsentierten die beiden ihren Masterplan – und betonten gleichzeitig, dass dieser kein unveränderliches Dokument sei.

Kein Film, keine Serie werde ohne überzeugendes Drehbuch realisiert. Das Versprechen haben Gunn und Safran offenbar gehalten, denn ihr aktualisierter Fahrplan sieht inzwischen erheblich anders aus als zu Beginn. Das Ziel ist es aber nach wie vor, das DCU in einem festen Rhythmus wachsen zu lassen: zwei Realfilme und ein Animationsfilm sollen pro Jahr erscheinen, dazu je zwei Real- und Animationsserien.

Aquaman, The Flash und Black Adam sind (vorerst) Geschichte

Der Neustart hatte seinen Preis. Henry Cavill, der im Oktober 2022 in "Black Adam" sein Comeback als Superman gefeiert hatte, wurde überraschend abgelöst – trotz bereits angelaufener Planungen für einen neuen "Man of Steel"-Film. Auch Gal Gadots Ära als Wonder Woman endete abrupt: Ein dritter Solo-Film wurde gecancelt.

Jason Momoa verlor zwar seinen "Aquaman"-Mantel – der Nachfolger "Lost Kingdom" spielte 2023 nur noch 439 Millionen Dollar ein, verglichen mit 1,1 Milliarden für den ersten Teil -, bleibt dem DC-Universum aber erhalten: In "Supergirl" spielt er den außerirdischen Kopfgeldjäger Lobo.

Dwayne Johnson teilte auf Twitter mit, er werde nicht Teil des neuen DCU sein, ob er irgendwo im DC-Multiversum trotzdem noch einen Platz findet, soll geprüft werden. Spektakulär scheiterte auch "The Flash" (2023): Trotz des Auftritts zweier Batmen – Ben Affleck und Michael Keaton – floppte der Film gnadenlos, eine DCU-Zukunft für The Flash gibt es vorerst nicht. Ähnlich erging es dem Joker: Auch Lady Gaga als Harley Quinn konnte in "Joker: Folie à Deux" (2024) die Verrisse durch Kritiker noch das Kassendesaster verhindern.

Auf "Superman" folgt "Supergirl"

Inmitten dieser Rückschläge hat das neue DCU bereits Fahrt aufgenommen. Mit "Creature Commandos" und "Peacemaker" sind zwei Serien gestartet. Den wichtigsten Startschuss aber setzte "Superman": Gunn schrieb das Drehbuch selbst und führte Regie. Die Titelrolle übernahm David Corenswet, bekannt aus den Serien "The Politician" und "Hollywood", als Lois Lane war Rachel Brosnahan ("House of Cards") zu sehen. Mit einem Einspielergebnis von über 600 Millionen Dollar darf der Film als durchaus erfolgreicher Neustart gelten, auch die Kritiken für den neuen "Superman" waren fast durchweg positiv.

Die nähere Zukunft des DC-Universums ist bereits klar: Am 25. Juni 2026 erscheint "Supergirl" im Kino mit Milly Alcock aus "House of the Dragon" in der Titelrolle. Sie tritt damit das Erbe von Melissa Benoist an, die die Figur sechs Staffeln lang in einer 2021 abgeschlossenen TV-Serie verkörpert hatte. Nur wenige Monate später, am 22. Oktober 2026, folgt "Clayface": Tom Rhys Harries ("White Lines") spielt den Batman-Gegenspieler, ein Trailer existiert bereits.

Am 16. August 2026 startet zudem die Green-Lantern-Serie "Lanterns". Ein "Superman"-Spin-off mit Skyler Gisondo als Jimmy Olsen wurde im November 2025 offiziell angekündigt; die Dreharbeiten sollen noch 2026 beginnen. Auch "Creature Commandos" bekommt eine zweite Staffel, die für Sommer 2027 geplant ist.

Parallel dazu entwickelt sich rund um "The Batman" mit Robert Pattinson ein eigenständiges kleines Universum namens "DC Elseworlds". Der zweite Teil der geplanten Trilogie soll 2027 erscheinen, inhaltlich losgelöst vom großen DCU. Bereits 2024 wurde der Serienableger "The Penguin" zum Erfolg: Colin Farrell begeisterte als Oswald Cobblepot in einem düsteren Gangsterepos über die Unterwelt Gothams.

Kommt die "Justice League" zurück?

Jenseits der sicheren Starts gibt es eine ganze Reihe von Projekten, die sich im unterschiedlichen Entwicklungsstadium befinden. "Superman 2: Man of Tomorrow" befindet sich bereits in Produktion und soll im Juli 2027 ins Kino kommen – Superman und Lex Luthor müssen darin gemeinsam gegen Brainiac antreten. Für 2028 ist "Dynamic Duo" geplant, eine ungewöhnliche Mischung aus Animations- und Stop-Motion-Film, in dem Batmans Sidekicks Dick Grayson und Jason Todd gemeinsam auftreten.

Der neue Batman-Film "The Brave and the Bold" wird von Drehbuchautorin Christina Hodson entwickelt, "The Flash"-Regisseur Andy Muschietti soll Regie führen; Robin tritt hier erstmals seit 1997 wieder auf – nicht als bloßer Sidekick, sondern als Batmans Sohn, laut Gunn ein "kleiner Mistkerl" und ein "Mörder". Für "Wonder Woman" arbeitet Ana Nogueira am Drehbuch, Gunn bestätigte: "Wir arbeiten an Wonder Woman. Wonder Woman wird gerade geschrieben." Die Besetzung der Titelrolle ist noch offen – für Gal Gadot dürfte damit endgültig der Vorhang gefallen sein.

Außerdem in Arbeit sind die Kinofilme "Deathstroke & Bane", "Teen Titans" sowie "Swamp Thing" unter der Regie von James Mangold. Das ursprünglich als wichtiger Baustein angekündigte Antihelden-Projekt "The Authority" gilt hingegen inzwischen vorerst als praktisch eingestellt.

An der Serienfront laufen parallel Vorbereitungen für "Booster Gold", in dem ein zeitreisender Footballspieler im Zentrum steht, die Wonder-Woman-Prequel-Serie "Paradise Lost", die Animationsserie "Mister Miracle" sowie die "Waller"-Serie mit Viola Davis als Amanda Waller- sie befinden sich alle in unterschiedlichem Entwicklungsstadium, Starttermine gibt es noch keine.

Bekannt hingegen ist, dass es einen Endpunkt geben soll: Gunn und Safran haben angekündigt, dass ihr Fünf-Jahres-Plan auf ein großes Crossover-Event hinausläuft – und auch wenn die DC-Chefs das so nicht explizit gesagt haben, kann das eigentlich nur eines bedeuten: einen neuen "Justice League"-Film, irgendwann um 2031.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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