Hans Meiser stirbt unerwartet mit 77 Jahren
Hans Meiser prägte vor allem in den 90er-Jahren die TV-Landschaft. Bekannt wurde er als Talkmaster. Nun ist der beliebte Fernsehmoderator im Alter von 77 Jahren gestorben.
TV-Legende Hans Meiser ist tot. Der Moderator starb im Alter von 77 Jahren unerwartet an Herzversagen, wie sein Sender "Radio Wellenrausch" auf Instagram mitteilte. Meiser galt als Urgestein des Fernsehens: Mit seinem Format "Hans Meiser" schuf er die Mutter der modernen Talkshows hierzulande, zudem moderierte er in den 90er-Jahren die bekannte Talk-Sendung "Notruf" (RTL). Überdies war er das Gesicht populärer Formate wie der Pannenshow "Dumm gelaufen". "Er war ein Mann der ersten Stunde", heißt es über ihn in den sozialen Medien. Für seine Beiträge und Leistungen in der Kategorie "Fernsehmoderation" bekam er 1993 schließlich einen Bambi verliehen.
Hans Meiser stirbt kurz vor großem Radio-Comeback
"Natürlich haben wir auch Mist-Sendungen gemacht, gar keine Frage, so arrogant bin ich nicht", erklärte Meiser einst in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau bescheiden. "Aber wenigstens waren meine Talks immer ehrlich, kein gescripteter Fake wie das meiste von dem Zeug, das nach uns kam."
Man werde diesen "großartigen Mann, Freund und Mitgründer unseres Senders nie vergessen", heisst es in der Mitteilung von Radio Wellenrausch. Seine Kollegen richteten online ein großes Dankeschön an den Moderator, dessen letzter Wunsch gewesen sei, "dass wir den Radiosender weiterführen und den schweren Start mit vielen Hürden meistern und nicht aufgeben", heißt es unter dem Post. Die Motivation, den Spaß und das Ziel einen tollen Radiosender zu kreieren, dürfe nicht verloren gehen. Geplant sei sein eigenes großes Radio-Comeback bei dem Sender in Lübeck gewesen, den er erst Ende 2022 gemeinsam mit Harald Thoma und Geschäftsmann Dietmar Baum gegründet hatte.
Die Belegschaft von "Radio Wellenrausch" trauert: "Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie und Angehörigen". Hans Meiser hinterlässt seine Frau, drei Kinder und drei Enkelkinder.
Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH