Teurer Reinfall

Kevin Costners Western-Epos 'Horizon' wird zum Mega-Flop

15.07.2024, 09.12 Uhr

Kevin Costners ehrgeiziges Western-Projekt 'Horizon: An American Saga' hat bisher enttäuscht. Trotz privater Investitionen in Millionenhöhe bleibt der Erfolg aus. Der US-Start von Teil 2 wurde verschoben.

Er hat Unmengen privates Kapital investiert, seine Ehe geopfert und das Team der Erfolgsserie "Yellowstone" brüskiert: Gelohnt hat sich all das für Kevin Costner womöglich nicht. Zumindest nicht im kommerziellen Sinn. Teil 1 seiner Western-Saga "Horizon" ist in den USA bislang ein Flop. Als Konsequenz wird der Start des zweiten Teils auf Eis gelegt. Das berichtete als Erstes "The Hollywood Reporter".

Geplant war der US-Kinostart von "Horizon: An American Saga – Chapter 2" für den 16. August. Costners Firma Territory Pictures und der Filmverleiher New Line Cinema hätten sich nun darauf verständigt, die Veröffentlichung zurückzuhalten. Der Grund: Man wolle dem Publikum mehr Zeit geben, sich mit Teil 1 vertraut zu machen, zur Not auch über das bald startende Streaming des Films. Bislang laufen die Kartenverkäufe für das 100 Millionen Dollar teure Western-Spektakel schleppend. Am ehesten reüssiert der Film beim älteren Publikum im Mittleren Westen. Auch bei der Kritik kam Costners Herzensprojekt nur verhalten an.

Trotz schleppener Karten-Verkäufe: Costner ist dankbar für Unterstützung der Fans

In einem Statement zeigt sich Territory Pictures dennoch "dankbar" für das Interesse des Publikums an "Horizon". Kevin Costner habe den Film gemacht "für Menschen, die das Kino lieben und die auf eine Reise gehen möchten". Die Unterstützung von Fans und Kino-Betreibern habe den Glauben an das Projekt nur bestärkt.

Laut Medienberichten hat Kevin Costner 38 Millionen US-Dollar aus privatem Vermögen alleine in Teil 1 von "Horizon" gesteckt. Insgesamt sind vier Teile geplant. Die Produktion von Film 3 begann im Mai, musste aber wegen des Streiks US-amerikanischer Autoren und Schauspieler unterbrochen werden. Die Western-Reihe spielt vor und nach dem Sezessionskrieg und erzählt die Entwicklung des einst wilden Westens über einen Zeitraum von 15 Jahren.

"Horizon"-Projekt führte zum Zerwürfnis mit "Yellowstone"-Machern

Costner, der mit "Der mit dem Wolf tanzt" 1990 seinen größten Triumph feierte, zeichnet als Regisseur, Produzent und Darsteller verantwortlich. Die Arbeit an dem Mammut-Projekt soll dazu beigetragen haben, dass die Ehe des Hollywoodstars mit Modedesignerin Christine Baumgartner scheiterte.

Zudem haben die Drehpläne mit jenen der Serien-Produktion "Yellowstone" kollidiert, was zum Streit des Stars mit "Yellowstone"-Showrunner Taylor Sheridan geführt haben soll. Costner gab zuletzt zu verstehen, er werde in der ausstehenden zweiten Hälfte der fünften Staffel nicht in die Hauptrolle des Ranchers John Dutton zurückkehren. Pläne für eine sechste und siebte Staffel wurden gecancelt.

In Deutschland soll "Horizon: An American Saga – Chapter 1" am 22. August in ausgewählten Kinos starten. "Yellowstone" ist indes beim Streaming-Anbieter Paramount+ zu sehen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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