Streaming-Highlights

Enola Holmes ermittelt wieder: Das sind die Streaming-Tipps der Woche

27.06.2026, 00.00 Uhr
In "Enola Holmes 3" bei Netflix zeigt die kleine Schwester des berühmten Meisterdetektivs erneut, was in ihr steckt, während Prime Video mit "Elle" die Vorgeschichte der ikonischen Filmkomödie "Natürlich Blond" erzählt. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.

Millie Bobby Brown und Netflix: Diese Zusammenarbeit ist seit "Stranger Things" ein Erfolgsgarant. Ein halbes Jahr nach dem Ende der Sci-Fi-Mysteryserie der Duffer Brüder kehrt die 22-Jährige nun in ihrer zweiten großen Rolle beim Streamingriesen zurück. In "Enola Holmes 3" wird sie abermals als titelgebende Detektivin ein kniffliges Rätsel knacken. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.

"Enola Holmes 3" – Netflix

Basierend auf der gleichnamigen Romanreihe von Nancy Springer erzählt "Enola Holmes" von der kleinen Schwester des Meisterdetektivs Sherlock Holmes, der wiederum aus den Romanen von Arthur Conan Doyle entstammt. Im ersten, 2020 erschienenen Film musste Enola Holmes (Millie Bobby Brown) ihre verschwundene Mutter Eudoria Holmes (Helena Bonham Carter) suchen. Zwei Jahre später gründete sie nach Vorbild ihres berühmten Bruders (Henry Cavill) in "Enola Holmes 2" eine eigene Detektei. In "Enola Holmes 3" (ab Mittwoch, 1. Juli, bei Netflix) sind es nun abermals private Verstrickungen, die die Detektivin herausfordern.

Dabei beginnt die Geschichte recht harmonisch: Enola genießt die Zweisamkeit mit ihrem Partner in vollen Zügen, als Tewkesbury (Louis Partridge) sie mit einem Heiratsantrag überrascht. Die Vermählung soll auf Malta stattfinden. Doch auf dem Weg zum Traualtar erreicht Enola eine schreckliche Nachricht: "Sherlock ist entführt worden", berichtet Dr. Watson (Himesh Patel). Nun liegt es an Enola, ihren großen Bruder zu befreien.

"Enola Holmes 3" wird von Philip Barantini inszeniert. Der britische Regisseur, der für die Emmy-prämierte Miniserie "Adolescence" über einen minderjährigen Mörder viel Lob erhielt, übernimmt von Harry Bradbeer, der bei den ersten beiden Filmen Regie führte. Das Drehbuch stammt abermals von Jack Thorne ("Adolescence").

"Elle" – Prime Video

Eine waschechte Blondine mit Vorliebe für rosafarbene Porsches, eigenwillige Mode und Schoßhündchen zieht aus, um der Welt zu zeigen, dass sie mehr kann, als nur Papas Kreditkarte zu zücken: "Natürlich Blond" mit der unvergleichlichen Reese Witherspoon in der Hauptrolle ist eine der ikonischsten Filmkomödien der 2000er-Jahre. Und weil im Streamingzeitalter vieles, was einmal erfolgreich war, eine zweite Chance bekommt, stöckelt Elle Woods ab Mittwoch, 1. Juli, bei Prime Video wieder los: "Elle" erzählt in acht Folgen von den Highschool-Jahren, die sie dort verbringen muss, wo die Farbe Pink völlig fehl am Platz ist. Doch ist das wirklich nötig?

Wer sich daran erinnert: Im Seattle der 1990er-Jahre hatte man mit farbiger Fröhlichkeit wirklich nicht viel am Hut. Elle Woods, die von der umwerfenden Neuentdeckung Lexi Minetree gespielt wird, muss trotzdem in die Hauptstadt des Grunge ziehen. Dorthin also, wo alles ein bisschen melancholischer und abgeranzter ist. Für Elle ist das natürlich ein Kulturschock, umso mehr, als die vom Weltschmerz gebeutelten Kids der neuen Schule ihren pinken Optimismus – anfangs nicht zu Unrecht – für leichtfertige Oberflächlichkeit halten.

Doch unterschätzen sollte man die Blondine nicht. Sie kämpft in der recht archetypisch angelegten Highschool-Serie mit entwaffnender Fröhlichkeit dafür, dass Frauen nicht wegen ihres Geschlechts und ihrer Haarfarbe abgestempelt werden. Nicht zuletzt Reese Witherspoon, die als Produzentin im Hintergrund die Strippen zieht, sorgt dafür, dass diese Kernbotschaft von "Natürlich blond" weiter in die (ziemlich einfältige Männer-)Welt getragen wird. Nötig ist das nämlich leider auch 25 Jahre nach dem Kinostart noch. Und damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob ein "Natürlich blond"-Prequel unbedingt nötig war.

"The Taylor Swift Years – Schicksalsjahre eines Superstars" – ARD Mediathek

Für zwei Konzerte ihrer "Eras Tour" kam Taylor Swift im Juli 2024 nach München, und die Bilder gingen um die Welt. Drei Stunden lang nahm sie das Publikum mit auf eine Reise quer durch ihr musikalisches Schaffen. Die ARD-Dokumentation "The Taylor Swift Years – Die Schicksalsjahre eines Superstars" (alle Folgen ab Mittwoch, 1. Juli, in der ARD-Mediathek) geht einen ähnlichen Weg und blickt mit Fans sowie Expertinnen und Experten durchaus auch kritisch auf entscheidende Momente in der Karriere der inzwischen 36-Jährigen. Wie wurde aus der "Countrymaus" Taylor der Superstar Taylor Swift? Was hat sie geprägt? Und: Wie schafft sie es, stets an der Spitze zu bleiben?

Mögliche Antworten finden die Filmemacherinnen Inga Turczyn und Anna Bilger in Swifts Familie und irgendwo zwischen der unermüdlichen Hartnäckigkeit der Sängerin und der engen Beziehung zu ihren Fans. Obwohl Swifts Songs äußerst persönlich sind, erkennen sich die "Swifties" darin wieder. Weil Herzschmerz und Liebe doch irgendwie jeder versteht – und weil die Sängerin genügend Projektionsfläche bietet, um sich in ihr und ihren Erfahrungen wiederzufinden. Kante, das macht die Dokumentation deutlich, zeigt Taylor Swift jedoch nur, wenn sie es auch wirklich will. Trotzdem oder gerade deshalb sind sie und ihre Musik für ihre Fans ein Zufluchtsort. Bei ihren Konzerten schienen die Krisen der Welt vielleicht auch aus diesem Grund für ein paar Stunden etwas weiter weg. Stattdessen tauschte man Armbänder oder genoss einfach nur die Musik und die Gemeinschaft. Eine "Wohlfühl-Blase" – oder doch nur die fragile Illusion einer heilen Welt, die Swift selbst immer wieder stört?

"Interview mit einem Vampir", Staffel drei – Magenta TV

Lestat de Lioncourt (Sam Reid) war schon immer ein Showman. Nun dreht er auf: In der dritten Staffel von "Interview with the Vampire", die passend in "The Vampire Lestat" (ab Mittwoch, 1. Juli, Magenta TV) umbenannt wurde, reagiert das narzisstische Enfant terrible auf seine wenig schmeichelhafte Darstellung in Daniel Molloys (Eric Bogosian) Bestseller auf die einzig angemessene Weise. Er geht als Leadsänger einer bis dato eher unbekannten Rockband auf Tour. Für Lestats Eskapaden auf der Bühne – irgendwo zwischen Glamrock, Jim Morrison und einem jungen Iggy Pop – hat Sam Reid sämtliche Songs selbst eingesungen. Insgesamt über 20 an der Zahl, die von Daniel Hart komponiert wurden.

Die ersten beiden Staffeln der Erfolgsserie nach den Bestsellern von Anne Rice erzählten die tragische Liebesgeschichte zwischen dem melancholischen Louis de Pointe du Lac (Jacob Anderson) und seinem Schöpfer Lestat – von der leidenschaftlichen Romanze im New Orleans der 1910er-Jahre über die Adoption der Kindvampirin Claudia (Delainey Hayles) bis hin zur bitteren Trennung und Lestats vermeintlichem Tod. Im Pariser Théâtre des Vampires kam es zur Katastrophe: Claudia wurde getötet, Louis rächte sich blutig, und die Wahrheit über Armands (Assad Zaman) Manipulationen kam ans Licht. Erst im Finale der zweiten Staffel versöhnten sich Louis und Lestat – mehr oder weniger. Außerdem veröffentlichte der Journalist Daniel Molloy sein skandalträchtiges Buch "Interview mit einem Vampir", das die Existenz von Vampiren enthüllt. Lestats Antwort: Er nutzt den Rummel, wird zum Rockstar und sorgt für jede Menge Aufsehen.

Es ist kein Geheimnis, dass Staffel drei eben jene ist, auf die Fans seit der ersten Folge der Serie warten. Warum? Mit dem steigendem Ruhm der Band wächst auch Lestats Einfluss – und seine Musik dringt an Orte, die besser ungestört geblieben wären. In der Dunkelheit regt sich etwas Uraltes: Akasha (Sheila Atim), die geheimnisvolle Schöne, die in vorchristlichen Zeiten über Ägypten herrschte und nichts Geringeres ist, als die Urmutter aller Vampire. Die antike Urgewalt sucht den Mann, dessen Stimme sie erweckte – mit ungeahnten Folgen für das Enfant Terrible und die Welt ...


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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