Start der 19. Staffel vom "Bergdoktor": Hans Sigl verrät geheime Details
Für Millionen Zuschauer ist es längst mehr als nur ein Serienstart: Es ist ein Wiedersehen mit vertrauten Gesichtern, Landschaften und einer Figur, die für viele fast schon zur Familie gehört. Hauptdarsteller Hans Sigl (56) gewährt rund um den Staffelstart ungewöhnlich offene Einblicke. Im BUNTE-Interview spricht er über emotionale Momente am Set, über eine ganz besondere Liebesgeschichte auf vier Rädern und sogar über das mögliche Ende des „Bergdoktors“.
Zurück am Wilden Kaiser, wo der „Bergdoktor“ zuhause ist
Gedreht wird nach wie vor dort, wo die Serie seit 2008 fest verwurzelt ist: am Fuße des Wilden Kaisers in Tirol. Orte wie Going, eine Gemeinde mit nicht einmal 2.000 Einwohnern, sind durch die Serie bundesweit bekannt geworden. Wenn gedreht wird, liegt spürbare Aufregung in der Luft. Selbst beim Bäcker weiß man dann: Heute ist der Bergdoktor bei uns. BUNTE.de war bereits Ende 2024 vor Ort und traf Hans Sigl direkt am Set. Nebel, Winterkälte, Drehstress und dennoch eine Atmosphäre, die Sigl als „warm“ und „heimatlich“ beschreibt. Für ihn ist „Der Bergdoktor“ längst mehr als nur eine Rolle.
Der legendäre Mercedes: Eine Liebesgeschichte auf vier Rädern
Fast genauso ikonisch wie Dr. Gruber selbst ist sein nickelgrüner Mercedes-Benz 200 (W123). Seit 19 Jahren gehört der Oldtimer fest zur Serie und zu Hans Sigl. Die Produktionsfirma hatte den Wagen einst für rund 4.000 Euro gekauft, heute ist er Kult. „So blöd das auch klingt, wir haben eine ganz innige Beziehung“, gesteht Sigl lachend. Am liebsten sitzt er natürlich selbst am Steuer, ein Stuntdouble brauche es nur selten.
Und tatsächlich: In all den Jahren blieb der Wagen nahezu unfallfrei – fast. Eine kleine Anekdote erzählt Sigl mit schelmischem Grinsen: Nach einer eigentlich bereits abgedrehten Szene wollte er sie „noch einmal schöner“ spielen. Er fuhr ein bisschen zu schnell, touchierte mit dem Blinker die Brücke. Der Schaden? Minimal. „Der Benz hat es mir verziehen“, sagt Sigl augenzwinkernd. Man könnte meinen, Auto und Schauspieler sprechen dieselbe Sprache.
Martin Gruber und Karin Bachmeier nun glücklich verheiratet?
Am Ende der 18. Staffel heiratete Martin Gruber seine Karin Bachmeier (Hilde Dalik, 47). Für viele Fans eine Überraschung und auch für Sigl selbst eine neue Erfahrung. „Nach 19 Jahren war es ungewohnt, ihn mit Ring am Finger zu spielen“, verrät er. Doch wer glaubt, nun kehre Ruhe ein, irrt. Die neue Staffel erzählt von einer stabilen, aber keineswegs konfliktfreien Beziehung. Gruber und Bachmeier gehen gemeinsam „durch dick und dünn“. Es wird emotional, manchmal herausfordernd, aber genau das lieben die Zuschauer schließlich.
Warum „Der Bergdoktor“ so erfolgreich ist
Was macht den anhaltenden Erfolg der Serie aus? Für Hans Sigl ist die Antwort klar: Es ist eine Mischung aus traumhafter Landschaft, familiärer Nähe und emotionalen Geschichten, die nie zynisch, sondern immer hoffnungsvoll erzählt werden. „Die Leute wollen eine Lösung – und die gibt es bei uns“, sagt Sigl. Krankheiten sind beim „Bergdoktor“ oft nur das Vehikel, um menschliche Geschichten zu erzählen: über Angst, Liebe, Verantwortung und Zusammenhalt. In einer Welt, die viele als unsicher empfinden, bietet die Serie genau das, wonach sich viele sehnen.
Gedanken über das Ende und warum sie dazugehören
Auch wenn aktuell sogar über eine 20. Staffel nachgedacht wird, macht sich Hans Sigl Gedanken über den Tag, an dem Martin Gruber Abschied nehmen wird. Seine Vorstellung davon ist ebenso poetisch wie emotional: Der „Bergdoktor“ schließt seine Praxis, fährt ein letztes Mal auf den Gruberhof, stellt seinen geliebten Mercedes in die Scheune, deckt ihn zu und übergibt symbolisch an einen Nachfolger. „Dann möchte ich, dass alle weinen – oder noch besser: lachen“, sagt Sigl. Diese Offenheit rührt viele Fans. Sie zeigt, dass auch für den Schauspieler der „Bergdoktor“ ein Lebensabschnitt und kein Selbstläufer ist.
Ein Privileg, gemeinsam zu altern
Besonders bewegt ist Sigl, wenn junge Kolleginnen und Kollegen ihm sagen: „Danke für eine schöne Kindheit.“ Ein Satz, der ihn gleichermaßen stolz wie melancholisch macht. „Wo ist denn bitte die Zeit hin?“, fragt er lachend. Damit trifft er wohl das Gefühl vieler Zuschauer. Dass er gemeinsam mit seinem Publikum altern durfte, empfindet er als großes Privileg. „Der Bergdoktor“ ist kein kurzlebiges TV-Produkt, sondern eine Konstante im deutschen Fernsehen.
Die 19. Staffel birgt Überraschungen
Die neue Staffel knüpft an Bewährtes an und wagt dennoch Neues. Emotionale Fälle, starke Gastdarsteller, persönliche Entwicklungen und kleine Brüche sorgen dafür, dass sich die Serie frisch anfühlt, ohne ihre Seele zu verlieren. Für Fans bedeutet der Staffelstart vor allem eines: Nach Hause kommen! Zum Wilden Kaiser. Zu Martin Gruber. Und zu einer Serie, die auch nach 19 Staffeln weiß, warum sie geliebt wird.
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