Benoît Magimel

Lesermeinung
Geboren
11.05.1974 in Paris, Frankreich
Alter
50 Jahre
Sternzeichen
Biografie
In Frankreich ist Benoît Magimel schon lange ein Superstar, doch über die Grenzen seines Geburtslandes hinaus ist er nur wenigen Kinogängern ein Begriff. Dabei hat er mit den ganz Großen gedreht und neben den ganz Großen vor der Kamera gestanden und nicht selten waren seine Filme bei den europäischen Filmfestivals im Programm und erhielten nicht nur genügend Aufmerksamkeit, sondern auch die ein oder andere Auszeichnung. In seinem Heimatland gilt er zurecht als Mischung aus Alain Delon und Robert De Niro, bringt er doch beides mit: Gutes Aussehen und das Talent in jede Rolle zu schlüpfen, die man ihm anbietet.

Eigentlich ist er ein ehemaliger Kinderstar. Seine Filmkarriere beginnt er mit 12 Jahren, nachdem seine Mutter ihn bei einem Casting anmeldet und er die Rolle, für die er vorspricht, bekommt. In "Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss" - seinem Filmdebüt - spielt er einen Jungen, der kurz nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht wurde und bei einer Unterschicht-Familie aufwächst, bis die Wahrheit herauskommt und er - mittlerweile 12 Jahre alt - zurückgetauscht werden soll und somit zu seinen richtigen Eltern - einem Oberschichtpaar - zurückkehrt. In der Rolle überzeugt er so sehr, dass er sich im Folgenden vor Angeboten nicht retten kann und neben Film- und Fernsehproduktionen auch in verschiedenen Werbefilmen zu sehen ist.

Er wächst mit dem Film und im Film auf, die Zuschauer können seine Entwicklung zum Erwachsenendarsteller auf der Leinwand mit verfolgen. Mit 16 Jahren verlässt Benoît Magimel die Schule und macht die Schauspielerei zu seinem Beruf. Dabei verzichtet er auf Schauspielschule oder Theatererfahrung, sondern wartet einfach ab und nimmt die Rollen an, die ihm angeboten werden. Und das sind nicht wenige. Der talentierte Jungdarsteller erhält regelmäßig Angebote, ist gut im Geschäft und kann relativ schnell auf eine Vielzahl an unterschiedlichen Rollen verweisen. Zwar überwiegt das Kunstkino, doch auch kommerzielle Streifen reihen sich in seine Filmographie ein. Ihm fällt alles zu, so dass er genreübergreifend einsetzbar ist und vom Sozialdrama bis zum Actionthriller alles spielen kann.

Zudem überzeugt er durch seinen Charme und sein gutes Aussehen, was auch seinen Kolleginnen nicht entgeht. Mit seiner Filmpartnerin Juliette Binoche, neben der er 1999 in "Eine leidenschaftliche Affäre" vor der Kamera steht, verbindet ihn auch nach Drehschluss eine leidenschaftliche Affäre. Die beiden sind mehr als vier Jahre ein Paar und haben eine gemeinsame Tochter.

Trotz seiner Rolle in der Jelinek-Verfilmung "Die Klavierspielerin", die ihm den Preis als bester Hauptdarsteller in Cannes einbringt, ist er in Deutschland erst ein Begriff, seit er an der Seite von Jean Reno als eigensinniger und zielstrebiger Polizist Reda in "Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse" im Kino zu sehen war. Dabei ist dieser Film wahrlich kein Meisterwerk und Benoît Magimels Rollen, die er unter der Regie von Altmeister Claude Chabrol gespielt hat, (u.a. "Die Blume des Bösen" und "Die zweigeteilte Frau") sind weitaus anspruchsvoller.

Doch ganz gleich für welchen Film er ein Engagement hat, er stürzt sich in die Arbeit und schaut sich im Vorfeld im jeweiligen Milieu um, damit er seine Rolle überzeugend spielen kann. Für "Der König tanzt" etwa, eine opulente Darstellung von Ludwig XIV.s Kunstinteresse, stand er mehr als drei Monate im Ballettstudio und probte fleißig barocke Tanzschritte.

Viele europäische Stars teilen sein Schicksal: Trotz eindrucksvoller Filme sind sie meist nur im eigenen Land ein Begriff und erst der Umweg über Hollywood sorgt dafür, dass europäische Stars in ganz Europa bekannt werden. Doch diesen Umweg ist Benoît Magimel - noch - nicht gegangen. Weitere Filme und Serien mit Benoît Magimel: "Papa est parti, maman aussi", "Pause-café" (TV-Serie, beide 1989), "Les Enfants de Lascaux" (1990), "Les Ritals", "Faux frère", "Le Lyonnais" (TV-Serie, alle 1991), "Sweetheart", "Les années campagne" (beide 1992), "Le Voyant" (TV-Serie), "L' Instit" (TV-Serie), "Tagebuch der Lüste" (alle 1993), "Putain de porte", "Jalna", "La colline aux mille enfants", "Tous les garçons et les filles de leur âge..." (TV-Serie, alle 1994), "Das einsame Mädchen", "Hass" (beide 1995), "15 sans billets", "Diebe der Nacht", "Auf großer Fahrt" (alle 1996), "Papa", "La Première fois" (beide 1997), "No happy end", "Warning", "Déjà mort", "Ende der Geduld" (alle 1998), "Le saut de l'ange" (1999), "Elle et lui au 14ème étage", "Die Frau des Chefs" (beide 2000), "Lisa" (2001), "Das tödliche Wespennest" (2002), "Effroyables jardins", "Der Irrläufer" (beide 2003), "Die Brautjungfer" (2004), "Trouble", "Sky Fighters" (beide 2005), "Selon Charlie", "Fair Play" (beide 2006), "Truands", "Der Feind in den eigenen Reihen - Intimate Enemies", "24 mesures" (alle 2007), "Seuls two", "Die Möglichkeit einer Insel", "Inju, la bête dans l'ombre" (alle 2008), "Kleine wahre Lügen" (2010).

Foto: Concorde

Filme mit Benoît Magimel

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