Vincent Gardenia

Vincente Scognamiglio
Lesermeinung
Geboren
07.01.1922 in Neapel, Italien
Gestorben
09.12.1992 in Philadelphia, Pennsylvania, USA
Sternzeichen
Biografie
Sein kraftvoller Gesichtsausdruck mit der Hakennase und dem bedrohlichen Aussehen, verbunden mit seiner unverkennbaren Stimme haben Vincent Gardenia schon früh zu einer erfolgreichen Bühnenkarriere verholfen. Im Alter von zwei Jahren kommt Klein-Vincent mit seinen Eltern nach New York, wo sein Vater eine italienische Theatertruppe gründet.

Dort lernt Vincent auch die Schauspielerei. Mit 14 verlässt er die Schule und wird vollwertiges Mitglied bei der Theater-Company. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg kommt seine Karriere so richtig in Fahrt, Gardenia ist nun auf allen Theaterbühnen zu Hause. Am Broadway spielt er 1957 den Volpone, 1959 in "Only in America", 1962 in "Seidman and Son".

Seit den späten 50er Jahren ist er im Kino und Fernsehen in vielseitigen Nebenrollen zu sehen. In Robert Rossens "Haie der Großstadt" ("The Hustler", 1961) spielt er neben Paul Newman seine erste eindringliche Rolle als Barkeeper. Aber schon in William Burkes "Polizistenhasser" (1958) und Burt Balaban und Stuart Rosenbergs "Unterwelt" ("Murder INC", 1960), als Dutch Schultz in Ballabans "Der Tollwütige ("Mad Dog Coll", 1961) stand er vor der Filmkamera.

In den 70er Jahren spielt er schon größere Rollen und hat Erfolg bei der Kritik. Für die Hauptrolle in Neil Simons Broadwayerfolg "Der Gefangene aus der 2nd Avenue" erhält er den Tony Award und im folgenden Jahrer gewinnt er für seine Rolle in John Hancocks "Bang the Drum Slowly" den New Yorker Kritikerpreis und die erste Oscar-Nominierung. Nach dem Neil-Simon-Erfolg ist Gardenia immer wieder in anderen Stücken des Erfolgsautors zu sehen, so in "Plaza Suite", "California Suite" und anderen, zudem schreibt Simon ihm inzwischen spezielle Rollen in seine Stücke.

In den Mittsiebzigern jedoch ist seine erfolgreichste und typische Rolle der aufgedrehte, ständig singende Nachbar Frank Lorenzo des Tele-Helden rchie Bunker alias Carroll O'Connor in dem TV-Serienerfolg "All in the Family". Seitdem ist er auf die Rolle des Italoamerikaners mit den typischen Brooklyn-Manirismen behafteten Komikers abonniert. Solche Rollen spielt er in Stücken von Damon Runyon und David Mamet, wobei eine seiner schönsten Auftritte der Cosmo Castorini in Norman Jewisons "Mondsüchtig" ist. Für den liebenswerten Vater von Cher erhält er erneut eine Oscar-Nominierung.

Zu Gardenias Rollenrepertoire gehören auch rauhe, aber liebenswerte Polizisten vor allem in Fernsehfilmen wie "Cops" (1973), "Muggable Mary, Street Cop" (1982), "The Dark Mirror" (1984), "Brass" (1985) und in Filmen wie Warren Beattys "Der Himmel soll warten" (1978). Sein letzter Auftritt hatte er als Vater von Joe Pesci in "The Super" (1991).

Weitere Filme mit Vincent Gardenia: Sidney Lumets "Der Blick von der Brücke" (1962), Jack Smights "Der dritte Tag" (1965), die Fernsehserie "Mission Impossible vs. The Mob", 1970: "Jenny", Alan Arkins "Kleine Mörder" (1971), "Michael Winners "Ein Mann sieht rot" ("Death Wish", 1974), Billy Wilders "Extrablatt" (1974), Francesco Rosi "Lucky Luciano" (1974), "Fire Sale" (1977), Brian De Palmas "Home Movies" (1979), "Bruchlandung im Paradies" (1980), Frank Oz's "Der kleine Horrorladen" (1986) und Blake Edwards "Skin Deep" (1988).

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