Yul Brynner

Ich baller genauso gerne wie Sabata! Yul Brynner 
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Ich baller genauso gerne wie Sabata! Yul Brynner als Indio Black
Fotoquelle: HR
Taidje Kahn Bryner
Geboren: 11.07.1920 in Sachalin, UdSSR
Gestorben: 10.10.1985 in New York City, New York, USA

Trotz seiner vielen Rollen die ihn glatzköpfig, als kraftvollen bis derben Helden zeigen - etwa als König von Siam, Ramses II (in "Die Zehn Gebote") und Kosakenhäuptling "Taras Bulba" (1961) - ist er ein zurückhaltender Star. Obwohl er doch sehr einem kleinen Monarchen, wie wir ihn aus dem Siam-Musical "Der König und ich" (1956) kennen, gleicht. Um seine Herkunft verbreitete Brynner selbst die verschiedensten Legenden. Erst sein Sohn Rock lüftete in einer Biographie einige Geheimnis um den Star: Er wurde am 11. Juli 1920 auf der Insel Sachalin im japanischen Meer geboren. Sein Vater, Boris Bryner war ein schweizerisch-mongolischer Techniker und Erfinder, seine Mutter Marousia Blagavidova, die Tochter eines russischen Arztes.

Nachdem der Vater die Familie verließ, zog die Mutter mit den zwei Kindern nach China. 1934 wanderten sie nach Paris aus, wo Yul Brynner das exklusive Gymnasium Moncelle besuchte. Jedoch nicht lange, denn schon bald wurde er rausgeschmissen. Der junge Brynner schlägt sich in Frankreich als Sänger, Zirkusartist und Mitglied eines Zigeunerorchesters durch. 1941 wird er französischsprachiger Ansager für "Die Stimme Amerikas". Seine Theaterkarriere beginnt 1945 am New Yorker Broadway, fünf Jahre später feiert er Triumphe mit dem Musical "Der König und ich". Während seiner Zeit in Paris studierte er Philosophie, war Bewunderer Cocteaus und Picassos, aber auch chinesischer Spruchweisheiten. Es war also kein Zufall, dass er 1960 neben Maria Casarès und Picasso einen Auftritt in Cocteaus "Das Testament des Orpheus" hatte. Brynner engagierte sich später für die Rechte der Zigeuner und ist in verschiedenen Menschenrechtsorganisationen Mitglied.

Der Rolle in Cocteaus Film hatte er seine Glatze zu verdanken, die er fortan beibehält. Brynner war durchaus begrenzt in seinem filmischen Repertoire, doch er wird ein erfolgreicher Star, denn die folgenden Rollenangebote knüpfen alle an sein eintöniges Image an. Zum Filmstar wurde Brynner durch Cecil B. DeMilles 1956 gedrehten Film "Die zehn Gebote". 1956 verfilmte Walter Lang "Der König und ich", Brynner erhält für seine Leistung einen Oscar. Auch das Fernsehen entdeckte die populäre Liebesgeschichte und produzierte sie in Serie - natürlich mit Brynner.

Zu den Filmen in denen Brynner zu sehen ist, gehören auch Anatole Litvaks "Anastasia" (1956) mit Ingrid Bergman, "Die Brüder Karamasow" (1957) von Richard Brooks, an der Seite von Maria Schell, "Die glorreichen Sieben" von John Sturges (1960) und Bernhard Wickis "Kennwort: Morituri" (1964). 1972 ist er der mörderische Androide in Michael Crichtons "Westworld" ebenso wie in der Fortsetzung "Futureworld - Das Land von übermorgen" von 1976.

Weniger bekannt ist jedoch, dass Brynner in den Vierzigerjahren als Regisseur tätig war und zwar in mehreren Folgen der Fernsehserien "Studio One" (1948), "Life with Snarky" (1950), "Sure As Fate" (1950) und "Danger" (1950). Oft spielte er den Bösewicht, bei dem sich Kälte mit Intelligenz paart. Seine interessanteste Rolle war wohl in Michael Crichtons "Westworld" (1972), wo in einem Vergnügungspark im Westernstil die Illusions-Roboter außer Kontrolle geraten. 1977 feierte der Star in einer Neuinszenierung von "Der König und ich" am Broadway ein Comeback. Das Stück bleibt bis 1984 auf dem Spielplan - mit einigen Zwangspausen wegen seiner Erkrankung. Meist kann er sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen, doch wenn Besserung eintritt, geht er sogar noch auf Tournee und 1985 gibt es eine glanzvolle Abschiedsvorstellung. Im gleichen Jahr stirbt Yul Brynner in New York an Lungenkrebs. Eine seiner letzten Taten war der Auftritt in einem Werbefilm gegen das Rauchen. 1960 erschien sein Buch "Bring Forth the Children".

Weitere Filme mit Yul Brynner: "Rauschgiftbrigade" (1949), "König der Freibeuter" (1958), "Noch einmal, mit Gefühl" (1959), "Salomon und die Königin von Saba" (1959), "The Journey" (1959), "Ein Geschenk für den Boss" (1960), "Flucht aus Zahrain" (1962), "Wir warten in Ashiya" (1962), "Könige der Sonne" (1963), "Treffpunkt für zwei Pistolen" (1964), "Der doppelte Mann" (1966), "Der Schatten des Giganten" (1966), "Die Rückkehr der glorreichen Sieben" (1966), "Mohn ist auch eine Blume" (1966), "Der Kampf" (1967), "Spion zwischen zwei Fronten" (1967), "Der Irre von Chaillot", "Die Spur führt nach Soho", "Pancho Villa reitet" (alle 1968), "Die Schlacht an der Neretva" (1969), "Adios Sabata" (1970), "Auf leisen Sohlen kommt der Tod" (1971), "Catlow - Leben ums Verrecken" (1971), "Das Licht am Ende der Welt" (1971), "Ein Kerl zum Pferdestehlen" (1971), "Die Schlange" (1972), "Krieger der Apokalypse" (1975) und "Höllenhunde bellen zum Gebet" (1976).


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