Das ARD-Medienmagazin "Zapp" präsentiert zwei neue Gesichter. Dafür verlässt Anja Reschke, die von Beginn an dabei war, die Sendung.

Neuzugänge im Moderationsteam von "Zapp": Ab sofort ergänzt Johannes Jolmes die Truppe des Medienmagazins und wechselt sich künftig mit Constantin Schreiber ab. Im Oktober vervollständigt dann Kathrin Drehkopf das Team, die bereits seit 2012 zum Autorenteam der NDR-Sendung gehört. Jolmes war bisher für das ARD-Politmagazin "Panorama" tätig. Der Moderator, der am Mittwoch, 14. August, um 23.20 Uhr, die erste "Zapp"-Sendung nach der Sommerpause präsentieren wird, äußerte sich zu seiner neuen Aufgabe wie folgt: "Kritisch zu allen Seiten, vorgefertigte Positionen hinterfragen und in manch mediale Hektik Entschleunigung bringen, so kenne ich Zapp. Ich freue mich, mit einem großartigen Team diese Kriterien weiterhin zu erfüllen."

Seine zukünftige Kollegin Kathrin Drehkopf fügte hinzu: "Die gestiegene Zahl von Angriffen gegen Journalistinnen und Journalisten, Lügenpresse-Vorwürfe, gesteuerte Fake-News, aber auch die Zukunftsmodelle für Journalismus im digitalen Zeitalter beleuchten wir bei Zapp kontinuierlich und fragen hartnäckig für unser Publikum." Sie freue sich, die Sendung nach ihrer Tätigkeit als Autorin nun auch vor der Kamera zu präsentieren.

Während Jolmes und Drehkopf zum Team hinzustoßen, heißt es für Anja Reschke Abschied nehmen. Die 46-Jährige war seit dem Start der Sendung 2001 mit an Bord und als Abteilungsleiterin für das Magazin zuständig. Nun nahm sie den Posten als Leiterin im Programmbereich Kultur und Dokumentation an.

"Zapp zu moderieren hieß: Länger wach bleiben, vielleicht Kolleginnen und Kollegen aus anderen Medien verärgern, weil man ihre Arbeit hinterfragt hat, Strapazen im eigenen Haus, weil man auch vor Kritik am öffentlich-rechtlichen System nicht Halt macht – also keine Sendung, mit der man sich nur Freunde macht", ließ sich Reschke zitieren. Trotzdem habe sie es als Moderatorin bei "Zapp" "geliebt", weil "Transparenz und journalistische Selbstreflexion in diesen Zeiten so wichtig" seien.


Quelle: teleschau – der Mediendienst