"Borchert und die letzte Hoffnung"

Zürich-Krimi: Schweizer Leiden

von Eric Leimann

Christian Kohlund kämpft als im Schmerz ergrauter Anwalt Thomas Borchert zum dritten Mal gegen Schweizer Filz und Geheimnisse.

ARD
Der Zürich-Krimi: Borchert und die letzte Hoffnung
Kriminalfilm • 08.08.2019 • 20:15 Uhr

Am sonst so gediegenen Standort Schweiz geht es gleich drei Protagonisten zu Beginn von "Der Zürich-Krimi: Borchert und die letzte Hoffnung" schlecht. In Szene eins verstirbt eine junge Frau im Rettungswagen, gleich darauf bittet der schwer kranke Architekt Anton Schneider (Beat Marti) seine Frau Louise (Jenny Schily) um Sterbehilfe. Und Thomas Borchert (Christian Kohlund), Zürich-Heimkehrer und Anwalt ohne richtige Lizenz? Der hustet und schleppt den massigen Körper mit einer Grippe durch diesen Fall.

Die Tochter des toten Architekten, der lange an Multipler Sklerose litt, will dessen behandelnden Arzt (Nicki von Tempelhoff) verklagen. Dem Patienten schien es zuletzt besser zu gehen. Woher kamen die plötzlichen Organschäden und Krämpfe? Borchert und seine junge Partnerin Dominique Kuster (Ina Paule Klink) wollen es herausfinden. Die ARD wiederholt den TV-Film (2018) zur besten Sendezeit.

Wolf Jakoby, Stammautor des "Zürich-Krimis", lässt den Zuschauer in der ersten Hälfte auf angenehm-unangenehme Art im Unklaren darüber, worauf dieser Fall hinausläuft. Und der renommierte Regisseur Roland Suso Richter ("Die Spiegel-Affäre", "Mogadischu") sorgt für überdurchschnittlich hochwertige Bilder in diesem Donnerstags-Krimi, der das bescheidene Niveau des Sendeplatzes durchaus anhebt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst
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