Es gilt als das TV-Ereignis des Jahres: "Babylon Berlin" feiert am Sonntag (30. September 2018) um 20.15 Uhr Premiere in der ARD. Nach dem Start mit drei Folgen zeigt "Das Erste" die 16-teilige Serie immer donnerstags um 20.15 Uhr.

Von der Kritik hochgelobt und in einem Atemzug mit "Game of Thrones" oder "House of Cards" genannt, verspricht "Babylon Berlin" der erste deutsche Serien-Welterfolg zu werden. Die Produktion wurde in mehr als 90 Länder verkauft und mit Preisen (u. a. Deutscher Fernsehpreis, Grimme-Preis) geradezu überhäuft.

Worum geht es? "Babylon Berlin" erzählt die politische Entwicklung der Weimarer Republik in allen Facetten und Gesellschaftsschichten. Mit den Augen eines jungen Kommissars blicken die Zuschauer hinter die Kulissen der "Goldenen Zwanziger", die neben der Weltwirtschaftskrise den Tanz auf dem Vulkan zum Mythos haben werden lassen. In den Hauptrollen sind Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charotte Ritter zu sehen. In weiteren Rollen brillieren u.a. Peter Kurth, Matthias Brandt, Lars Eidinger, Fritzi Haberlandt, Jördis Triebel, Christian Friedel, Hannah Herzsprung und Benno Fürmann.

Hinein ins Jahr 1929: Gereon Rath (Volker Bruch), ein junger Kommissar aus Köln, wird nach Berlin versetzt, um den Kriminalfall eines von der Berliner Mafia geführten Pornorings zu lösen. Was auf den ersten Blick eine simple Erpressung zu sein scheint, entpuppt sich als ein Skandal, der Gereons Leben und das seiner engsten Vertrauten für immer verändern wird. Zusammen mit der Stenotypistin Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) und seinem Partner Bruno Wolter (Peter Kurth) sieht sich Rath einem Dschungel aus Korruption, Drogen- und Waffenhandel gegenüber, der ihn in einen existentiellen Konflikt zwischen Loyalität und Wahrheitsfindung zwingt. Denn: Wer ist hier Freund und wer ist Feind in dieser Geschichte? Selbst das Polizeipräsidium von Berlin wird in den Unruhen zwischen kommunistischer Maidemonstration und aufkommendem Nationalsozialismus zum Schmelztiegel einer umkämpften Demokratie.

Spannung in opulenten Bildern: Fernsehen in Kino-Format

"Babylon Berlin" ist schon jetzt, vor der Premiere im Free-TV, eine Serie der Rekorde: Rund 40 Millionen Euro sollen die ersten beiden Staffeln gekostet haben. Fast 600 Menschen waren an der Entstehung beteiligt, 200 Sprechrollen zu besetzen. Gleich drei Regisseure (Tom Tykwer, Henk Handloetgen, Achim von Borries) verleihen der Umsetzung des Romans "Der nasse Fisch" von Volker Kutscher Gesicht und Gewicht. Dabei blieb dem Bestseller das Schicksal erspart, das die filmische Adaption eines Romans häufig mit sich bringt: Er wurde für die Verfilmung nicht gekürzt, sondern bekam alle Zeit, die er braucht. Volker Kutscher, der die Romanvorlage lieferte: "Es macht Freude zu sehen, wie unglaublich gut 'Babylon Berlin' die komplexe Geschichte erzählt."

"Man hat das Gefühl, man drehe acht Spielfilme, aber es ist ein einziger, ein ganz großer, ein gigantisches, immer weiter wachsendes Monster", sagt Regisseur Tom Tykwer über die Serie. Und Hauptdarsteller Volker Bruch ergänzt: "Wir haben sieben Monate am Stück gedreht. Aber wir wussten, dass es etwas Besonderes werden würde. Es war die aufwendigste und intensivste Zeit, die ich einer Rolle schenken durfte. Jegliche Vergleiche wären wie einen Turnschuh mit der Erfindung der Fortbewegung zu vergleichen."

Warum man "Babylon Berlin" gesehen haben muss? Weil die Serie in ihrer erzählerischen Wucht und Wut, ihrer Ausstattung und Ambition neue Maßstäbe setzt. "Es könnte die Art, wie in Europa Fernsehen gemacht wird, verändern", schreibt "The Hollywood Reporter" aus den USA. Liv Lisa Fries, die die Stenotypistin Charlotte Ritter verkörpert, sagt: "Wenn man gerne bis ins Detail bedachte und toll fotografierte Szenenbilder sieht, brillant inszenierte und wunderbar authentische Schauspieler schätzt, dann dürfte man von 'Babylon Berlin' nicht enttäuscht werden."

Es ist viel mehr als das: "Babylon Berlin" ist Fernsehen im Kino-Format, packt jederzeit, ist vibrierend, schier atemberaubend und hat – mit seiner Hochspannung in opulenten Bildern – das Potenzial zum Straßenfeger!