Es ist ein unvorstellbares Verbrechen, das den Glauben in die "Engel in Weiß", zu denen nach landläufiger Vorstellung nicht nur Ärzte, sondern auch Apotheker zählen, nachhaltig erschüttert hat: Peter Stadtmann verkaufte in Bottrop gepanscht Krebsmittel.

Die Patienten, die in seiner Apotheke lebenswichtige Medikamente erstanden, hofften darauf, sich durch die Chemo-Präparate in ihrem Kampf gegen Tumore zu stärken. Doch die Mittel enthielten keinerlei Wirkstoff. Stadtmann hat nicht nur Tausende Patienten getäuscht, sondern auch die deutschen Krankenkassen schwer geschädigt.

Die ARD-Reportage "Betrogen und verraten" rollt das Gerichtsverfahren gegen ihn noch einmal aus – aus Sicht der Nebenklägerin Christiane Piontek. "Dass dieser Mensch zwei Gesichter hat, macht mich sprachlos", sagt sie im Film von Tilman Wolff. "Bis heute frage ich mich, war es wirklich reine Profitgier oder was anderes."


Quelle: teleschau – der Mediendienst