Christen, Muslime und Juden lebten in Andalusien lange Zeit friedlich zusammen. Eine Doku blickt zurück auf die damalige Hochblüte der Kultur, deren Zeugnisse bis heute zu sehen und zu erleben sind.

Wer bisher glaubte, die Mauren hätten die südliche Hälfte Spaniens im 8. Jahrhundert kriegerisch besetzt und fortan dominiert, wird durch diesen ARTE/ZDF-Film von Michael Schwarz eines Besseren belehrt. Die islamische Herrschaft, die von 711 bis 1492 währte, gilt als das "Goldene Zeitalter Andalusiens", weil damals verschiedene Religionen – Christen, Muslime und Juden – friedliebend nebeneinander lebten und das Land zu kultureller Blüte brachten. Die Alhambra in Granada, der Alcazar in Sevilla und die Moschee von Córdoba erinnern bis heute an diese Zeit.

Das goldene Zeitalter Andalusiens ruft aber auch in Erinnerung, dass die Beziehungen zwischen Religionen nicht von der Gewalt bestimmt sein müssen und wie töricht es ist, Nachbarn als Feinde anzusehen. Die Dokumentation "Die goldene Zeit in Andalusien" (Erstsendung ARTE) zeigt, wie destruktiv es ist, in Nachbarn Feinde zu sehen, nur weil sich ihr Glaube vom eigenen unterscheidet. Eine Zeitreise zu den Zentren der andalusischen Kultur.


Quelle: teleschau – der Mediendienst