Nach einer Generalüberholung sollen die "Fantastic Four" mit frischen Kräften die Welt retten.

14 Jahre ist es her, dass die "Fantastic Four" ihren ersten regulären Kinoauftritt hatten. Schon die Verfilmung aus dem Jahr 2005 war ein antiquiert wirkendes Missverständnis. Das Remake (2015) macht es nicht besser und wirkt im Vergleich zu den Marvel-Materialschlachten der Avengers wie der Pilotfilm zu einer zweitklassigen Actionserie aus den 90er-Jahren. ProSieben zeigt die maue Neuauflage nun in einer Wiederholung.

An den Darstellern Michael B. Jordan ("Black Panther"), Kate Mara ("Der Marsianer"), Jamie Bell ("Billy Elliott") und Miles Teller ("Whiplash") liegt es nicht, dass "Fantastic Four" enttäuscht. Vielmehr ist das Drehbuch langweilig und die Dramaturgie eine Katastrophe. Nur ganz zu Beginn, als sich Ben Grimm (Bell) und Reed Richards (Teller) im Kindesalter anfreunden, erahnt man, was aus dem Film von Josh Trank ("Chronicle") hätte werden können.

Doch der interessante Ansatz verpufft, Grimm wird eine ganze Weile ignoriert. In der Zwischenzeit hat Reed die Geschwister Sue (Mara) und Johnny Storm (Jordan) sowie den düsteren Viktor von Doom (Toby Kebell) kennengelernt. Die vier arbeiten an einem Gerät, das Teleportation ermöglicht. Nach einem folgenschweren Kurztrip auf einen mysteriösen Planeten haben Ben, Johnny, Reed und Sue plötzlich Superkräfte: Klar, dass die Armee Interesse an den potenziellen Wundersoldaten zeigt.

Da aber die Spielzeit des Films zu diesem Zeitpunkt schon fast rum ist, können nur noch ein paar Klischeeweisheiten zum Besten gegeben werden, bevor noch schnell durch einen Showdown gehetzt wird – der durch den Dimensionstrip mutierte von Doom will nämlich die Menschheit vernichten.

"Fantastic Four" nimmt sich selbst viel zu ernst und bewegt sich in seiner Schlichtheit auf Kinderfilmniveau. Die veralteten Spezialeffekte tun ihr Übriges ...


Quelle: teleschau – der Mediendienst