In seinem vorletzten Bond-Film muss Roger Moore den Dritten Weltkrieg verhindern. Das gelingt ihm in "Octopussy" – so viel Spoiler darf erlaubt sein – charmant wie eh und je.

Daniel Craig arbeitet derzeit unter dem Titel "Bond 25" auf die letzte Episode seiner eindrücklichen 007-Laufbahn hin. Wer auch immer ihm folgen wird: Das Bond-Männerbild revolutionierte der Brite eindrücklich. Wie dieses einst aussah, zeigt beispielsweise VOX in der Wiederholung von "Octopussy" von 1983, dem Jahr des Bond-"Duells", mit dem unbeirrbar coolen Roger Moore, der 2017 leider verstarb.

Die Stimmung am Drehort, erinnert sich Moore, sei sehr gelassen gewesen. "Ein Jahr kann zwei Bond-Filme vertragen", meinte er damals. Das Publikum werde sich ohnehin beide ansehen. Er sollte Recht behalten. Sean Connery und Roger Moore kehrten damals beide als Bond zurück: Connery in seinem letzten Auftritt "Sag niemals nie", Moore in seinem vorletzten: "Octopussy".

"Octopussy" durchbrach erstmals in der Bond-Geschichte zwei eiserne Regeln. Zum einen wurde bis dahin noch niemals ein Film mit dem britischen Geheimagenten nach einer Frau benannt. Zum anderen spielt Maud Adams die rätselhafte Zirkuschefin Octopussy. Ihr gelang es als bisher einziger Frau, nach "Der Mann mit dem goldenen Colt" zum zweiten Mal eine Hauptrolle in der Kinoreihe zu erhalten.

Das Thema des Films ist indes gewöhnlich: Eine Atombombe wird gestohlen. Der Dritte Weltkrieg steht bevor. Kann James Bond wieder einmal die Erde vor dem drohenden Untergang retten? Sieht man von ein paar äußerst schwachen technischen Umsetzungen ab, bietet "Octopussy" solide Spannung, erreicht aber nicht das Tempo seines Vorgängers "In tödlicher Mission".


Quelle: teleschau – der Mediendienst