Kommissar Heldt ermittelt wieder. Im ZDF läuft mittlerweile schon die siebte Staffel der Serie. An Heldts Seite ist wieder Janine Kunze als Staatsanwältin Ellen Bannenberg.

Im prisma-Interview verrät die Schauspielerin, wie es ist, mit der eigenen Tochter vor der Kamera zu stehen.

Warum sollte man die neuen Folgen auf keinen Fall verpassen?

Wir haben so tolle Fälle, man weiß vorher nie, was passiert. Wir decken mit dieser Serie ein fach alle möglichen Gefühle und Szenerien ab, die das Leben überhaupt nur bieten kann. Und natürlich möchte man doch wissen, wie es mit meiner Figur, der Staatsanwältin Ellen Bannenberg, und Kommissar Nikolas Heldt weiter geht? Und so viel kann ich verraten: Es wird sehr spannend.

Ihre Serienfigur Ellen Bannenberg wirkt kühl-verletzlich, Nikolas Heldt dagegen wie ein Abenteurer. Wenn Ellen Sie als Freundin fragen würde, ob die Affäre mit Heldt Sinn macht oder nicht, was würden Sie ihr antworten?

Ellen, du bist eine tolle Frau. Du weißt, was du willst. Tu, was du fühlst, woran du glaubst – hör auf dein Herz! Wenn man jemanden liebt, dann liebt man eben. Man kann sich im Leben immer Menschen suchen, die perfekt zu passen scheinen, weil es keine Probleme gibt, aber wissen Sie was? Ich glaube, das scheinbar Perfekte passt oft schlechter. Ich glaube an den Spruch "Gegensätze ziehen sich an". Das erlebe ich zum Beispiel auch in meiner Ehe. Mein Mann ist Anwalt, ein rationaler Mensch, ich bin Schauspielerin, sehr emotional. Wir be fruchten uns auf ganz vielen verschiedenen Ebenen und haben furchtbar viel Spaß miteinander, können über alles reden. So ist das auch bei Ellen und Nikolas.

Ellen Bannenberg ist ja auch Mutter wie Sie. Wie viel von der privaten Janine Kunze lassen Sie in Ihre Rolle einfließen, zumal die Tochter in der Serie auch noch ihre eigene 15-jährige Tochter Lili ist?

Natürlich habe ich eine sehr emotionale Bindung an mein Kind. Aber wir spielen hier ja auch Szenen, die von unserem Privatleben weggehen. Gleichzeitig versuchen wir alles mit einer großen Natürlichkeit dar zustellen, das ist ja auch das, was Schauspielerei ausmacht. Wenn der Zuschauer den Fernseher anschaltet und er einen Schauspieler sieht, dem er nicht glaubt, was dieser transportieren will, dann schaltet er weg. Ich denke nicht, dass ich mit einem anderen Kind anders spielen würde.

In Ihrem 2019 erschienenen Buch "Liebling, ich habe die Kinder verschenkt" erzählen Sie aus Ihrem Alltag als dreifache Mutter. Wie inspirierend ist das Familienleben für Ihre TV-Rolle?

Ich bin immer im Hier und Jetzt, wenn ich bei der Arbeit bin, bin ich bei der Arbeit, wenn ich bei Mann und Kindern bin, bin ich Ehefrau und Mutter. Ich würde meine Familie als mein Lebens­elixier bezeichnen, aus dem ich Kraft ziehe, um im Beruf funktionieren zu können. Wenn ich meine Familie nicht hätte, könnte ich in meinem Job nicht so gut sein, folglich würde mich dieser Job dann auch nicht so glücklich und so stark machen.