Regisseur Michael Bully Herbig stand lange für Comedy, mittlerweile ist er aber ins ernste Fach gewechselt. Nach dem Thriller "Ballon" nimmt er sich nun dem "Spiegel"-Skandal um Claas Relotius an.

Riesen-Deal für Michael 'Bully' Herbig: Der erfolgreiche deutsche Filmemacher ("Der Schuh des Manitu") wird nicht nur das Leben von Siegfried und Roy, sondern auch die Geschichte des Skandal-Journalisten Claas Relotius verfilmen. Gemeinsam mit Ufa Fiction wird sich der Regisseur an die Umsetzung der beiden ambitionierten Kino-Projekte wagen.

Herbig bewies im vergangenen Jahr mit seinem hervorragenden Thriller "Ballon", dass er nicht nur das Comedy-Genre meisterlich beherrscht. Offenbar war dies auch ein Anreiz für Ufa Fiction, ihn für die Regie bei gleich zwei prestigeträchtigen Spielfilmen zu verpflichten. "Beide Stoffe schreien förmlich danach, für die große Leinwand produziert zu werden", so der 51-jährige Münchner. Weiter erklärt Herbig: "Ich freue mich riesig auf die Umsetzung dieser außergewöhnlichen Produktionen, die mich mit Sicherheit auch eine ganze Weile in Beschlag nehmen werden. Aber ich werde jede Sekunde davon genießen!"

Vor drei Jahren hatte sich der Ufa-Chef Nico Hofmann die Verfilmungsrechte an der Lebensgeschichte der beiden Las-Vegas-Entertainer Siegfried und Roy gesichert. Das Biopic über die deutschen Magier soll als internationale Co-Produktion realisiert werden. Vor einigen Monaten sicherte sich dann der Ufa-Fiction-Geschäftsführer Sebastian Werninger die Rechte am Sachbuch "Tausend Zeilen Lüge: Das System Relotius und der deutsche Journalismus". Der Autor Juan Moreno war für das Aufdecken des Manipulationsskandals hauptverantwortlich. "Michael Bully Herbig für beide Produktionen als Regisseur zu gewinnen, ist ein großer Glücksfall", so Werninger über die künftige Zusammenarbeit mit dem Erfolgsregisseur.


Quelle: teleschau – der Mediendienst