Heute sind die Bunker im Wald bei Rastenburg in Polen vor allem eine Touristenattraktion. Im Juni 1941 gab von hier aus Hitler seine Befehle für den Ostfeldzug.

Biotop oder touristischer Rummelplatz? – So recht können sich die Behörden noch immer nicht entscheiden, was mit den bemoosten Betonklötzen im Wald bei Rastenburg (Ketrzyn) in Masuren weiter geschehen soll. Bislang zieht es jährlich immerhin 200.000 Touristen dorthin, wo im Juni 1941 Hitler sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte.

Die "Wolfsschanze", ein Riesenareal mit sieben zehn Meter dicken Bunkern, zahlreichen Baracken und Wohngebäuden, sowie einem Flugplatz, Bahnanschluss und zehn Kilometer langem Stacheldrahtzaun, wurde zum Schauplatz der größten Niederlage des deutschen Widerstands. Am 20. Juli 1944 scheiterte hier aufgrund eines technischen Fehlers das Attentat Stauffenbergs auf Adolf Hitler.

Die Dokumentation "Hitlers Wolfsschanze" aus der Reihe "Geschichte im Ersten: Geheimnisvolle Orte" (RBB) rekonstruiert aus der Sicht von militärischem Personal und einstiger Anwohner die Geschichte des Führerhauptquartiers und seiner Befehlsstrukturen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst