Für viele Homosexuelle ist das Coming-out vor den Eltern ein wichtiger Schritt. Sir Ian McKellen wurde ein Gespräch mit seinen Eltern darüber verwehrt.

Zu Gast bei "David Tennant Does A Podcast" eröffnete der britische Schauspieler: "Ich bedauere in meinem Leben am meisten, dass ich es ihnen nicht gesagt habe. Meine Mutter starb, als ich zwölf war, und mein Vater, als ich 24 war, also habe ich mit keinem von beiden darüber gesprochen." McKellen lebt seine Sexualität erst offen, seit er 48 Jahre alt ist.

Andere Schauspieler hielt der inzwischen 79-Jährige dazu an, keine Lüge auf Kosten ihrer Karriere zu leben. "Sie tun mir leid", so die klare Meinung des "Gandalf"-Darstellers, "Ich weiß, sie wären glücklicher, wenn sie es täten. Was ist so wichtig an der Schauspielerei, dass man eine Lüge leben würde? Wie könnte der Erfolg als Schauspieler das kompensieren?"

Schon vor dem Interview mit David Tennant hatte sich McKellen zu seinem Entschluss geäußert, seinen Eltern nichts von seiner Homosexualität zu erzählen. Damals sagte der Schauspieler: "Woran meine Eltern glaubten, war eine christliche Sichtweise auf die Welt, eine non-konformistische Sichtweise auf die Welt, in der Menschen sich umeinander kümmern, egal, ob sie sich kennen oder nicht." McKellen sei der Überzeugung, seine Eltern wären zwar überrascht und geschockt gewesen, hätten es aber akzeptiert. "Sie glaubten, dass Menschen immer mit Respekt und Mitgefühl behandelt werden sollten", so der Brite.


Quelle: teleschau – der Mediendienst