Am 18. Mai entscheidet sich in Tel Aviv, wer beim Eurovision Song Contest die Nachfolge von Netta antritt. Wer das Spektakel live erleben will, muss tief in die Tasche greifen.

Ein buntes Spektakel verspricht auch dieses Jahr das Finale des Eurovision Song Contest, das am 18. Mai in Tel Aviv stattfindet. Bei vielen Fans des traditionellen Gesangswettbewerbs dürfte sich angesichts der deftigen Ticketpreise die Vorfreude auf das Event allerdings getrübt haben. In einer Pressemitteilung gab der zuständige Fernsehsender Kan die Preisstaffelung der Eintrittskarten bekannt. Die "billigsten" Tickets kosten satte 280 Euro. Wer auf bessere Plätze hofft, dessen Geldbeutel ist sogar um bis zu 490 Euro leichter.

Gegenüber den Preisen der ESC-Tickets von vor einem Jahr in Lissabon bedeutet das eine gigantische Steigerung. Damals konnten Musikfans aus aller Welt bereits ab 35 Euro Eintritt mit dabei sein. Der Grund für die hohen Preise liegt diesmal allem Anschein nach in den Differenzen zwischen dem Fernsehsender Kan und der israelischen Regierung. Einem Bericht der "Jerusalem Post" zufolge, belief sich die staatliche Unterstützung für das Event auf lediglich 17 Millionen Euro. Um die Kosten für die Veranstaltung zu decken, seien deshalb die Einnahmen aus den Ticketerlösen bedeutsam.

Inwiefern die Fans auf die Ticketpreise reagieren, wird sich schon bald zeigen. Noch im Februar soll der Kartenvorverkauf beginnen. Welcher deutsche Act sich in Tel Aviv aufmacht, die Vorjahressiegerin Netta zu beerben, steht derweil noch nicht fest. Wer in die Fußstapfen des letztjährigen Kandidaten Michael Schule ("You Let Me Walk Alone") tritt, entscheidet sich im deutschen Vorentscheid am Freitag, 22. Februar. Das Erste überträgt ab 20.15 Uhr live aus Berlin.


Quelle: teleschau – der Mediendienst