Hollywood steht unter Schock: Die Filmmetropole trauert um eines ihrer großen Talente. Regisseur John Singleton verstarb am Montag mit nur 51 Jahren.

Für sein Filmdebüt "Boyz N The Hood" über Gewalt in einem Armenviertel von Los Angeles wurde Singleton 1992 gleich für zwei Oscars nominiert. Mit 24 Jahren war er damit der jüngste und zudem der erste afroamerikanische Regisseur, dem in Hollywood diese Ehre zuteil wurde.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören außerdem "2 Fast 2 Furious" und "Atemlos". Auch in der TV-Welt hatte er sich einen Namen gemacht, war für Serien wie "The People vs. OJ Simpson: American Crime Story" und "Empire" verantwortlich. Ebenso stand Singleton für Michael Jacksons Musikvideo zu "Remember The Time" hinter der Kamera.

Am 17. April hatte der Regisseur einen schweren Schlaganfall erlitten und war ins Koma gefallen. Seitdem wurde er nur noch von Maschinen künstlich am Leben gehalten. Wie das US-Portal "Hollywood Reporter" bekanntgab, beantragte seine Mutter, Sheila Ward, daraufhin beim Gericht in Los Angeles die Vormundschaft, um das Interesse ihres Sohnes zu vertreten. In seinem Sinne ließ sie die lebenserhaltenden Maßnahmen schließlich abschalten. Kurze Zeit später verstarb der Regisseur im Cedars-Sinai Medical Center.

"John ist friedlich eingeschlafen. Er war von seinen Freunden und seiner Familie umgeben. Wir möchten den Ärzten für die Fürsorge und Freundlichkeit danken. Ebenso möchten wir uns bei allen Fans, Freunden und Kollegen bedanken, die John in dieser schweren Zeit beistanden", heißt es in einem Statement der Angehörigen. Singleton war zweimal verheiratet und hinterlässt sieben Kinder.


Quelle: teleschau – der Mediendienst