"Ich wünsche mir, dass ein Mord passiert. Es fehlt mir", sagt Kommissar Georges Dupin (Pasquale Aleardi) däumchendrehend inmitten des Sommerlochs (auch das Verbrechen urlaubt offenbar), und öffnet so die Büchse der Pandora. Mit seiner Verlobten Claire (Christina Hecke) reist der müde Kommissar ans Meer, wo ihm schon bei der Ankunft der Hoteldirektor, ein selbsterklärter Fan des Ermittlers, die Geschichte von einem nie aufgeklärten Mord unterbreitet: "die rosa Tote" ...

Das weckt freilich die Schnüffellust des darbenden Commissaires, zumal zwischenzeitlich auch noch ein Selbstmord das Urlaubsidyll erschüttert: Alizée (Katharina Heyer), hochgradig verwirrte Frau einer Urlaubsbekanntschaft Dupins, springt freiwillig in die Fluten des Atlantiks und ward nicht mehr gesehen. Der Zuschauer weiß da schon von einer dritten Leiche, brutal erstickt, die nun im Steinbruch ihrer Entdeckung harrt.

Als Werbefilmchen fürs Urlauben an der französischen Atlantikküste ist "Bretonisches Leuchten" (Regie: Dagmar Seume), der sechste Fall der "Kommissar Dupin"-Reihe, also denkbar ungeeignet. Vom kriminalistischen Standpunkt aus betrachtet, bietet der Film aber durchaus Schauwerte – auch wenn das Buch von Eckhard Vollmar mit arg vielen Zufällen aufwartet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst