Immer häufiger geraten die deutschen Kirchen ins Visier von Rechten. Der Grund: ihr Engagement für Flüchtlinge.

"Rechte Kräfte sind stärker geworden. Und das spüren alle, auch die Kirche", meint der katholische Politikwissenschaftler Andreas Püttmann. Tatsächlich sind Teile der Kirche zu einem neuen Feinbild der deutschen Rechten geworden. Denn seit Merkels "Wir schaffen das"-Diktum und dem Zustrom Hunderttausender Flüchtlinge in die Bundesrepublik engagieren sich auch die Kirchen für die Neuankömmlinge. Schließlich hat man sich die Nächstenliebe groß aufs Banner geschrieben.

In ihrer Dokumentation "Kreuz ohne Haken" zeigen Dominique Klughammer und Stefan Suchalla, wie die Kirche und ihre Vertreter mit dem neuen Rechtsruck in der Gesellschaft umgehen. Für manchen Gläubigen bedeutet die Konfrontation nicht nur ein Zusammentreffen von konträren Meinungen, sondern handfeste Konflikte. So bestiegen Neonazis im vergangenen Jahr den Turm der Dortmunder Reinoldi-Kirche und entrollten ein islamfeindliches Banner.


Quelle: teleschau – der Mediendienst