Laut einer Forsa-Studie leiden doppelt so viele Lehrer an psychischen und psychosomatischen Beschwerden wie der Durchschnitt anderer Berufsgruppen. Warum ist der "Halbtagsjob" mit üppigen Ferien so anstrengend geworden?

Die Reportage "37°: Lehrer am Limit" zeigt den Alltag zweier leidenschaftlicher Pädagogen, die nahe ihrer persönlichen Belastungsgrenze arbeiten. Julia W., 42, Lehrerin an einer Gesamtschule in Kassel, spricht – nur halb im Scherz – von einem "Fack Ju Göhte- Niveau" in ihren Klassen. Auch Christof B. (48, verheiratet, eine Tochter) ist seit 20 Jahren Lehrer. In seiner Dortmunder Realschule versucht er den Mathematikunterricht der sechsten Klasse zu managen. Vom Lehren kann bei vier Inklusionskindern, vielen Störern und einer Menge Ignoranz gegenüber dem Stoff nicht mehr die Rede sein.

Während Christof B. mathematische Winkel erklären will, werden Karten oder Mikado im gleichen Klassenraum gespielt. Zwei Schüler sind stark verhaltensauffällig, stören ständig laut den Unterricht. Bei einem weiteren Jungen hat Christof B. schon jetzt Bedenken, dass er sich später radikalisiert ...

Die ZDF-Reportage versucht zu ergründen, warum der Lehrerberuf in Zeiten von Inklusion, Integration, zunehmender Bürokratie, desinteressierten oder Helikopter-Eltern und einer zunehmenden gesellschaftlichen Überreiztheit so schwierig geworden ist.


Quelle: teleschau – der Mediendienst