Nadia Murad und Denis Mukwege teilen sich den diesjährigen Friedensnobelpreis. Zwei Dokumentationen porträtieren die mutigen Kämpfer für eine bessere Welt.

"Ich habe meine Mutter, meine Brüder und viele weitere Angehörige verloren": In einem Interview mit "Spiegel Online" sprach Nadia Murad im vergangenen Jahr über ihr tragisches Schicksal. Die junge Jesidin wurde im August 2014 im Nordirak von Mitgliedern des IS gefangengenommen und vergewaltigt, mehr als 40 Angehörige von ihr starben.

Heute lebt Murad im Exil in Baden-Württemberg und kämpft von hier aus für ihr Volk. Für ihr Engagement wurde die 25-Jährige in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, zusammen mit dem kongolesische Gynäkologen Denis Mukwege. Beide hätten "ihr eigenes Leben riskiert, indem sie mutig gegen Kriegsverbrechen kämpfen und Gerechtigkeit für die Opfer fordern", so die Begründung des Nobelpreiskomitees.

Alexandria Bombachs Dokumentarfilm "Nadia Murad" porträtiert die mutige Frau und ihren Kampf für die Jesiden. Im Anschluss zeigt die Dokumentation "Dr. Mukwege: Der Mann, der Frauen repariert" (23.55 Uhr) den Mediziner bei seinem Engagement gegen sexuelle Gewalt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst