"Wenn du dreimal am Tag eine dreiviertel Stunde lang denkst, du stirbst, dann macht das was mit dir", sagt Nicholas Müller. Den täglich wiederkehrenden Horror kennt der Musiker aus eigener trauriger Erfahrung. Noch immer quälen den Sänger der einstigen Rockband Jupiter Jones schlimme Ängste, wenn er die Bühne betritt. Die neue Reportage "Nur keine Panik" aus der engagierten ZDF-Reihe "37°" beschäftigt sich diesmal mit Menschen, die unter Angststörungen leiden.

Betroffen ist von der tückischen Krankheit, die jeden Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Status und Bildungsgrad treffen kann, schätzungsweise jeder Achte Deutsche. Erst seit wenigen Jahren wird das Leiden von Ärzten und Krankenkassen überhaupt erst offiziell als Krankheitsbild anerkannt. Die aufschlussreiche ZDF-Reportage begleitet drei Betroffene über eine längere Strecke auf ihrem Weg durch einen oft schwierig zu meisternden Alltag.

Jupiter Jones, die deutsche Band aus der Eifel, wurde mit dem Hit "Still" landesweit berühmt und gewann sogar einen "Echo"-Preis. Als bei Sänger Nicholas Müller, der neben seiner Musikerkarriere mittlerweile auch Schriftsteller ist ("Ich bin eben mal wieder tot"), im Jahr 2006 eine schwere Angststörung diagnostiziert wurde, gestalteten sich die Auftritte der Gruppe oft immer schwieriger. Im November 2017 gaben Jupiter Jones bekannt, dass sich die Band auflöst. Müller selbst gründete mit der Formation von Brücken eine neue Band, die es gleich mit ihrem Debüt "Weit weg von fertig" in die Charts schaffte.


Quelle: teleschau – der Mediendienst