Dass die Medien- und Unterhaltungsbranche sich selbst thematisiert, kommt seit einigen Jahren in Film und Serie immer häufiger vor. Vom US-Hit "30 Rock" bis zur hiesigen ZDF-Satire "Lerchenberg" scheint Selbstkritik angesagt wie nie. Große Dramen wie "House of Cards" zeigten zugespitzt die korrupten Verwicklungen zwischen Medien und Politik. Nun widmet sich eine neue HBO-Serie dem Phänomen der Medienmogule wie Rupert Murdoch, die vor allem die USA seit Jahrzehnten prägen. "Succession" handelt von einem alten Patriarchen und Medienmonopol-Inhaber, der partout nicht in Rente gehen will. Sky zeigt das Familien- und Unternehmens-Drama ab Montag, 23. Juli dann linear bei Sky Atlantic.

Aufhören? Wieso? Mit seiner Ankündigung, sich auch mit 80 nicht zur Ruhe setzen zu wollen, sorgt Medienmogul Logan Roy (Brian Cox) für Furore – vor allem in seiner eigenen Familie. Denn seine vier Kinder hatten schon ihre eigenen Pläne mit dem New Yorker Medienimperium, dass der Alte einfach nicht aus der Hand geben möchte. Der Patriarch, der einen der größten Medien- und Entertainment-Konzerne der Welt leitet, verschärft mit seiner Hartnäckigkeit den Unmut in einer Familie, die ohnehin schon von Machtspielchen, Misstrauen und Dysfunktionalität geprägt ist.

Ein Stück vom Kuchen der Dynastie

"Provokativ, zum Teil mit beißendem Humor behandelt die neue HBO-Dramaserie 'Succession' die Themen Macht, Politik und Familienleben", umschreibt Sky-Unterhaltungschefin Elke Walthelm die neue Serie, die den tatsächlichen Verhältnissen in machtversessenen Milliardärsfamilien mit großem Einfluss erschreckend nahe kommen dürfte. So hatte Logans ältester Sohn Kendall (Jeremy Strong) fest erwartet, als Nachfolger seines Vaters das Unternehmen bald leiten zu können. Doch auch seine Geschwister sowie die Neffen, Schwiegerkinder und Ex-Frauen sinnen nach einem Stück vom Kuchen der wohlhabenden Dynastie.

Schöpfer und Regisseur Jesse Armstrong ("In The Loop") zeigt in "Succession" eine faszinierende und zugleich unglaublich entrückte Welt, in der Familien sich gegenseitig zerfleischen; in der Geld und Macht menschliche Eigenschaften wie Empathie und Solidarität einfach ausschalten. In diesem Sinne ist die HBO-Produktion ebenso ein ironisch inszeniertes Familiendrama wie eine auf den Punkt gebrachte Gesellschaftskritik.


Quelle: teleschau – der Mediendienst