Mehr als zwei Jahrzehnte lang hielten die Kreuzritter des Deutschen Ordens im Mittelalter gegen eine Übermacht einen eigenen Staat. Eine Arte-Doku zeigt die hierzulande kaum bekannte Geschichte.

Im Zeichen des schwarzen Kreuzes zogen die Ordensritter des Mittelalters nicht nur eine blutige Spur ins Heilige Land bis nach Palästina. Dem Bund des Deutschritterordens gelang es auf dem Gebiet des späteren Ostpreußens und weiten Teilen der heutigen Staaten Estland und Lettland ab dem Ende des 13. Jahrhunderts, einen damals sehr mächtigen Deutschordensstaat zu gründen. Und über mehr als zwei Jahrhunderte zu erhalten.

Wie das lediglich einer Handvoll gut ausgebildeter und missionarischer Ritter gegen eine Übermacht an sogenannten Heiden aus dem Norden gelingen konnte, ist Historikern noch heute ein Rätsel, das ARTE in einer spannenden Geschichts-Doku aufdröselt.

Ende des 14. Jahrhunderts umfasste der Deutschordensstaat ein Gebiet von rund 200.000 Quadratkilometern, zu dem unter anderem die mächtige Marienburg sowie die in früher Blüte stehende Stadt Danzig gehörten. "Unter schwarzem Kreuz: Der Deutschritterorden", eine deutsch-polnische Produktion mit erklärenden Kommentaren von US-Schauspieler Stacy Keach, zeichnet ein zumindest hierzulande kaum mehr bekanntes erfolgreiches Staatswesen nach.

In Polen hingegen ist die finale Auseinandersetzung zwischen der Streitmacht des Deutschen Ordens und den Truppen Polen-Litauens, die Schlacht um Tannenberg (1410), ein Nationalmythos.


Quelle: teleschau – der Mediendienst