In Thüringen wird überraschend Thomas Kemmerich (FDP) zum Ministerpräsidenten gewählt – auch mit Stimmen der AfD. Die ARD reagiert auf das politische Beben und sendet einen "Brennpunkt".

Im dritten Wahlgang fiel die Entscheidung: Statt Amtsinhaber Bodo Ramelow von den Linken wählten die Mehrheit der Abgeordneten (45 zu 44 Stimmen) Thomas Kemmerich von der FDP. Eine Schlappe für die rot-rot-grüne Minderheitskoalition, die neben Stimmen von FDP und CDU nur mithilfe der Stimmen der AfD zustande kommen konnte. 

Der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans sprach daraufhin von einem "unverzeihlichen Dammbruch", schnell trendete der Begriff bei Twitter. Die Linke-Fraktionschefin Susanne Henning-Wellsow warf Kemmerich den für den neuen Ministerpräsidenten gedachten Blumenstrauß vor die Füße. Vor dem Landtag gab es Proteste, in den sozialen Medien war die Wahl das alles bestimmende Thema. Kemmerichs Partei hatte es übrigens nur knapp über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft.

Wie geht es jetzt weiter in Thüringen? Was bedeutet die Situation im Freistaat für die Bundespolitik? Die ARD reagiert auf das politische Beben und sendet am Mittwochabend (5. Februar) um 20.15 Uhr einen "Brennpunkt", der vom MDR produziert wird. Gunnar Breske moderiert.

Der "Brennpunkt" soll etwa zehn Minuten dauern. Im Anschluss geht es nach München, wo der FC Bayern im Achtelfinale des DFB-Pokals auf die TSG 1899 Hoffenheim trifft. Die Vorberichte mit Moderator Matthias Opdenhövel und Experte Thomas Broich fallen wegen der Ministerpräsidentenwahl also etwas kürzer aus als geplant.

 

 


Quelle: areh