Nirgendwo sonst auf der Welt ballen sich auf so engem Raum so viele große Hightech-Unternehmen wie im kalifornischen Silicon Valley. Für die Dokumentation "Hightech oder Hölle" machte sich Vox auf die Spurensuche nach dem Erfolgsgeheimnis und gibt Einblicke in das Leben deutscher Auswanderer.

Gemeinsam mit Experten wie Kai Diekmann und den "Die Höhle der Löwen"-Investoren Carsten Maschmeyer und Frank Thelen soll die Dokumentation Einblicke hinter die Kulissen der "Goldgrube" in Kalifornien geben. Unter anderem wird die Arbeit von Meike Herget thematisiert.

Die deutsche Auswanderin lebt seit neun Jahren im Silicon Valley und gründete nach ihrem Studium an der Elite-Universität Stanford ihr eigenes Unternehmen. Mit ihrem Medizintechnik-Start-up möchte sie unter anderem Blutuntersuchungen vereinfachen. Sie sagt aber auch: "Das Silicon Valley ist eine ganz eigene Welt, man ist auch ziemlich abgeschirmt vom Rest von Amerika. Man lebt in einer Bubble, in jeder Hinsicht."

Zudem sei das Leben im Silicon Valley außerordentlich teuer. Freie Zeit mit ihrem Mann und den zwei Kindern sei rar. "Die Ehen werden wirklich auf die Probe gestellt. Und wir sehen einige, bei denen die Ehen an diesem Druck zerbrechen", so Herget.

"Es ist so eine Art Schachspiel"

Geschafft hat es bereits Andy Bechtolsheim. Der Deutsche gehörte zu den ersten Investoren von Google und wurde als Mitgründer von Sun Microsystems zum Milliardär. Zur Ruhe setzen möchte er sich dennoch nicht. Mit seiner Firma Arista Networks produziert er Hochleistungs-Hardware und sucht den Wettkampf mit Mega-Konzernen. "Es ist so eine Art Schachspiel. Man muss berücksichtigen, welche Züge der Konkurrent machen kann, um sich damit gegen diesen neuen Wettbewerber zu wehren", erklärt Bechtolsheim.

Um Erfolg zu haben, so der Unternehmer, gehe es zunächst darum zu 100 Prozent sicher zu sein, dass eine Idee auch funktioniere. "Es geht wirklich darum, ein Ziel zu haben, das konkret und erreichbar ist. Denn man muss ja auch andere Leute motivieren können, genau dasselbe Ziel zu verfolgen. Wenn man das nicht schafft, braucht man gar nicht erst anfangen."

8-Jährige gründet eigenes Start-up

Zu den jüngsten Programiererinnen im Silicon Valley gehört derweil Samaira Mehta. Die 8-Jährige baut zurzeit ihr erstes Start-up auf. "Unternehmerin zu sein macht Spaß! Du kannst jede Menge neuer Dinge erfinden und sie auf ein ganz neues Level bringen", erklärt Samaira. Darum hat sie ein Brettspiel für junge Programmierer entwickelt. Mit "Coder Bunnyz" will sie 4- bis 6-Jährigen beibringen, wie man Computer-Programme entwickelt - und damit natürlich ordentlich Geld verdienen.

"Hightech oder Hölle - Leben im Silicon Valley", am Samstag, um 20.15 Uhr bei Vox.