Wer sich bei der Doku "Was Sie schon immer über Frauen wissen wollten..." (BR, 13.03., 22.45 Uhr) vielleicht Tipps für die Anmache erhofft, oder gar alles Wissenswerte über den weiblichen Intimbereich erfahren will, liegt völlig falsch. Es geht um die Wechseljahre, um die Menopause der Frau. Die preisgekürte Regisseurin Katrin Bühlig, selbst gerade 50 geworden, porträtiert in ihrer BR-Dokumentation fünf Frauen und ihren Umgang mit diesem Lebensabschnitt.

Acht Millionen – noch nie gab es in Deutschland so viele Frauen um die 50, wie gerade jetzt. Doch noch immer ist diese Lebensphase ein Tabu. Fünf Frauen, die dieses Tabu hinter sich lassen, geben in Katrin Bühligs 85-Minuten-Doku Auskunft über ihr Befinden: Kerstin, die in Depressionen verfallen war und fast verzweifelte, ist jetzt neu verliebt. Anne von Linstow aus der Schwarzwaldserie "Die Fallers" bereitet sich auf eine neue Phase vor der Kamera vor. Zwei pubertierende Töchter sorgen zu Hause für hormonellen Stress.

Christine, die Bäuerin, kann sich bei aller Arbeit kaum mit der Menopause beschäftigen. Doch die Zeit, die sie den "Hochsommer des Lebens" nennt, will sie trotzdem genießen. Ulla hat lange ihre Eltern gepflegt und beschäftigt sich nun doch vermehrt mit Tod und Einsamkeit. Beate schließlich will in ihrem Blog anderen Frauen ganz offensiv beweisen, dass man mit 50 noch längst nicht zum alten Eisen zählt.

Katrin Bühlig studierte Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Nach bemerkenswerten Dokumentarfilmen über Frauen arbeitete sie vor allem als Drehbuchautorin, schrieb mehrere "Bella Block"-Filme und "Tatorte". Für "Bella Block – Weiße Nächte" bekam sie 2008 den Deutschen Fernsehpreis, für die Dokumentation "Restrisiko" (BR) 2014 den Grimme-Preis.


Quelle: teleschau – der Mediendienst