"Killers of the Flower Moon"-Star

Lily Gladstone: So reagierten ihre Eltern auf die Oscar-Nominierung

04.07.2024, 11.25 Uhr
von Rachel Kasuch

Lily Gladstone, bekannt aus "Killers of the Flower Moon", nutzt ihre neue Hauptrolle im Film "Fancy Dance", um den indigenen Völkern in den USA eine Stimme zu geben. Im Interview spricht sie über ihren Erfolg und die Oscar-Nominierung.

Lily Gladstone will Türen öffnen

Lily Gladstone wurde weltweit durch ihre Darbietung im Kino-Hit "Killers of the Flower Moon" bekannt. An der Seite von Hollywood-Stars wie Leonardo DiCaprio und Robert De Niro spielte sich die 37-Jährige in die Herzen der Kino-Fans und ergatterte als erste indigene Schauspielerin eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin.

Auch im neuen Filmdrama "Fancy Dance" (bei Apple TV+) weist die US-Amerikanerin auf die Missstände hin, unter denen viele indigene Völker noch heute leiden. Im Film kümmert sich Gladstone in der Rolle der 30-jährigen Jax nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Schwester um ihre erst 13-jährige Nichte, die in einem Reservat in Oklahoma lebt. Wie viele persönliche Familientragödien bis heute unaufgeklärt bleiben, wundert Lily Gladstone wenig.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau verriet sie nun, dass die indigene Bevölkerung auch in Hollywood lange ignoriert wurde: "Es gab lange eine gewisse Gleichgültigkeit uns gegenüber. Wenn indigene Menschen in Filmen dargstellt wurden, dann ging es meistens um Stereotype des blutrünstigen Wilden oder des edlen Wilden." Immerhin: Laut Gladstone findet eine Entwicklung statt: "Umso mehr freut es mich, jetzt endlich eine Veränderung zu sehen. 'Killers of the Flower Moon' hat den Schleier gelüftet. Plötzlich wollten die Menschen mehr von uns sehen."

Lily Gladstone: So reagierten ihre Eltern auf die Oscar-Nominierung

Gladstone ergänzte stolz, dass sie seit dem Erfolg des Films mehr Rollenangebote denn je bekomme. Dennoch scheint der plötzliche Erfolg für die 37-Jährige bis heute nur schwer greifbar zu sein, wie sie gegenüber teleschau zugab: "Für einen Oscar nominiert zu sein, war unglaublich und etwas, wovon die meisten Schauspieler nur träumen können. Als die Nominierungen bekannt gegeben wurden, habe ich mit meinen Eltern über FaceTime telefoniert, denn ich wollte diesen Moment mit ihnen gemeinsam erleben. Meine Mutter schlug damals voller Freude mit der Faust in die Luft." Der Grund für die Euphorie: Schon als Kind träumte Lily Gladstone von der großen Hollywood-Karriere.

"Als Kind wusste ich aber nicht wirklich, was das bedeutet, ein Schauspieler zu sein. Ich wusste nur, dass es heißt, dass man Teil der Geschichten wird, die auf der Leinwand zu sehen sind. Ich denke, das war das Spannende für mich", beschrieb Gladstone, deren Leidenschaft durch Filme wie "Star Wars" entfacht wurde. Sie fügte hinzu: "Als ich sieben oder acht war, fing mein Vater an, mir zu sagen, dass ich nicht nur ein Filmstar sein sollte, sondern ein Oscar-Gewinner. Meine Mutter war ähnlich. Sie haben beide meinen Traum enorm unterstützt und an mich geglaubt."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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