Zweiteiler

"Antarktika": ARTE wiederholt faszinierende Doku über den weißen Kontinent

von Elisa Eberle

Wer bei der Antarktis an eine trostlose Eiswüste denkt, liegt falsch. Eine zweiteilige Doku, die nun auf ARTE wiederholt wird, zeigt die Vielfalt des Kontinents.

ARTE
Antarktika
Dokumentation • 18.11.2021 • 20:15 Uhr

Er gilt als der wohl trostloseste und unwirtlichste Kontinent auf unserem Planeten: Die Antarktis, Antarktika, das ewige Eis in der Mitte des Südlichen Ozeans, fasziniert und beängstigt seit vielen Jahrhunderten die Menschheit. Doch ist diese menschliche Skepsis überhaupt berechtigt? Ist es nicht eher die Natur jener einzigartigen Eiswüste, welche sich vor der Menschheit und ihrem unendlichen Streben nach Fortschritt fürchten muss? Die faszinierende ARTE-Dokumention "Antarktika" möchte diese Ansicht untermauern. Der Film unter der Regie von Tuan Lam und Yves Simard wurde unter dem Titel "Antartika – Die gefrorene Zeit" erstmals im April 2021 auf ARTE gezeigt. Nun wiederholt der deutsch-französische Sender den Film, aufgeteilt in zwei aufeinanderfolgende Teile erneut.

Beginnend an der Küste der neuseeländischen Auckland Island arbeitet sich "Antarktika – Vom grünen zum weißen Kontinent" (ab 20.15 Uhr) langsam ins Rossmeer und weiter ins ewige Eis vor. Dabei gewährt der Film vor allem anfangs einen ungewohnten Einblick in die große Artenvielfalt des Südozeans: Die Kamera fliegt über üppige, bunte Wälder, begleitet Seelöwen und Pinguine bei Paarungsritualen und Jagd. Noch in der Kreidezeit, so erfährt man, soll vermutlich ganz Antarktika so ausgesehen haben, bis es sich vor 180 Millionen Jahren vom Superkontinent Gondwana abspaltete und zum Südpol driftete.

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Seither gelten vor allem die Pinguine als das "Sinnbild des Südozeans". Von den 18 existierenden Arten zählen die Adeliepinguine zu den anpassungsfähigeren: Da durch die Erderwärmung der Krillbestand zunehmend schrumpft, mussten die flugunfähigen Vögel auf andere Krebsarten ausweichen. Doch schwinden auch diese, droht das natürliche Gleichgewicht aus der Bahn zu geraten: Neue Viren und Bakterien könnten entstehen, die letzlich den Fortbestand der Menschheit gefährden. Nicht nur deshalb ist es wichtig, das komplexe Zusammenspiel der in der Antarktis beheimateten Tiere besser zu verstehen. Mit welchen Forschungsmethoden die Menschen dabei vorgehen, zeigt vor allem der zweite Teil der Dokumentation, "Antarktika – Der Schatz im Eis" ab 21 Uhr.

Antarktika – Do. 18.11. – ARTE: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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