Roger Donaldson

Lesermeinung
Geboren
15.11.1945 in Ballarat, Australien
Alter
76 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Obwohl er in Australien geboren - er ging als 19-Jähriger nach Neuseeland - leitete Roger Donaldson zusammen mit Geoff Murphy und später mit Peter Jackson Ende der siebziger Jahre die Wiedergeburt des Neuseeländischen Films ein.

Nachdem er sich einige Jahre als Fotograf versucht hatte, inszenierte er ein paar Dokumentar- und Kurzfilme bevor er sich schließlich auf den Spielfilm festlegte. Sein Regiedebüt lieferte er mit dem Thriller "Schlafende Hunde", den er 1977 auch selbst produzierte. Das ungewöhnliche Familiendrama "Smash Palace - Keine Chance für Al" von 1981, mit einem beeindruckenden Bruno Lawrence in der Hauptrolle, bedeutete für Donaldson - er schrieb hier auch das Drehbuch - der internationale Durchbruch.

Als Meisterregisseur David Lean die Regie zu dem ehemals auf zwei Teilen angelegten Abenteuerfilm "Die Bounty" niederlegte, übernahm Donaldson 1984 das Projekt. Mit sehenswerten Darstellereinlagen - vor allem von Anthony Hopkins und Mel Gibson - lieferte Donaldson eine passable Neuinterpretation der geschichtlichen Ereignisse rund um die Meuterei. Die Zusammenarbeit mit Produzent Dino De Laurentiis führte auch ein Jahr später zu dem Politthriller "Marie - Eine wahre Geschichte".

Mit dem differenziert erzählten, überaus packenden Politthriller "No Way Out - Es gibt kein Zurück" gelang Donaldson 1988 auch in Hollywood der Durchbruch. Anschließend inszenierte er mit "Cocktail" und "Cadillac Man" zwar passable Dramen mit humorvollen Einlagen, doch die Filme fielen an den Kinokassen durch. Ebenso erging es ihm mit dem Thriller "White Sands - Der große Deal". Erst mit dem aufregendem Remake des Peckinpah-Klassikers "Getaway" (1993) konnte Donaldson wieder steigende Zuschauerzahlen verbuchen. Auch der nur stellenweise überzeugende Sciencefiction-Thriller "Species" (1995) lockte viele Besucher in die Kinos. Der Katastrophenfilm "Dante's Peak" (1996) hingegen war trotz lukrativer Besetzung wieder ein Flop.

Erst mit dem überaus spannenden Film "Thirteen Days" (2000), der minutiös die Ereignisse um die Kubakrise schildert, lies Donaldson wieder seinen wahren Qualitäten erkennen. Und mit "Der Einsatz" (2003) gelang ihm erneut ein faszinierender Politthriller. Klasse sind auch das Abenteuer "Mit Herz und Hand" (2005) und sein Rififi-Thriller "Bank Job" (2008).

Weitere Filme von Roger Donaldson: "Nutcase" (1980) und lediglich als ausführender Produzent "Fearless" (1999,TV).

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